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Afghaninnen protestieren weiter für ihr Recht auf Bildung

18. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

In der afghanischen Haupstadt Kabul haben Frauen am Dienstag erneut für ihr Recht auf Bildung demonstriert. Die Proteste seien von den regierenden Taliban gewaltsam aufgelöst worden, hieß es in lokalen Medien. Wie Videos in sozialen Medien zeigten, forderten die demonstrierenden Frauen nicht nur den Zugang zu Bildung. Auch warfen sie der Weltgemeinschaft vor, die Frauen in Afghanistan vergessen zu haben.

Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 können Mädchen ab der siebenten Klasse den Schulbesuch nur noch in Privatschulen fortführen. Gegen diese sind die militanten Islamisten bisher nicht vorgegangen. Landesweite Proteste für mehr Gleichberechtigung, angeführt von Frauen, gab es vor allem nach einem Anschlag auf eine Privatschule in Kabul, die von schiitischen Hazara besucht wurde. Unter den über 50 Todesopfern und mehr als 100 Verletzten waren vor allem Mädchen.

Bereits gegen diese Proteste waren die Taliban hart vorgegangen. Demonstrantinnen wurden weggezerrt, außerdem soll es zu Schüssen und Verhaftungen gekommen sein. Studentinnen der Universität Kabul - der Besuch der Universität ist Frauen bisher noch gestattet - warfen den Taliban sogar vor, sie vergiftet zu haben, um sie von Protesten abzuhalten. Die Taliban wiesen das jedoch zurück. Die Studentinnen wurden anschließend dem Wohnheim verwiesen, wie lokale Medien berichteten.

Quelle: Agenturen