Quelle: Jochen Teufel/ Wikipedia

Absturz eines Militärflugzeugs in Ukraine: Offenbar 22 Tote

25. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Beim Absturz eines Militärflugzeugs vom Typ Antonow AN-26 sind im Osten der Ukraine mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen.

Das teilte der Zivilschutz in Kiew am Freitagabend mit. Demnach gab es auch Überlebende bei der Katastrophe in Tschuhujiw in der Region Charkiw. Die Behörden sprachen von insgesamt 28 Menschen an Bord der Maschine. Es seien zwei Verletzte gerettet worden. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, sich am Samstag ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Gebietsgouverneur Alexej Kutschera machte sich noch am Abend auf dem Weg zur Unglücksstelle. Auch das ukrainische Militär bestätigte den Absturz via Facebook.

An Bord seien vor allem Studenten (Kadetten) der Universität der Luftstreitkräfte gewesen, hieß es. Es soll sich um einen Ausbildungsflug gehandelt haben. Das Flugzeug sei im Anflug auf die Landebahn abgestürzt und dort zerschellt. Rettungsmannschaften seien am Absturzort.

Auf Bildern in sozialen Netzwerken war ein im Dunkeln brennendes Wrack zu sehen. Wenig später gab es Videos von den gelöschten Trümmerteilen, die breit gestreut in einem unbewohnten Gebiet mit Bäumen lagen.

Insgesamt seien sieben Besatzungsmitglieder und 21 Studenten der Universität an Bord gewesen, hieß es. Zwei Insassen hätten schwerste Verletzungen davongetragen. Unklar war die Gesundheitszustand der übrigen Menschen an Bord. Sie galten offiziell als vermisst, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Behörden hatten zuvor die Zahl der Toten immer wieder erhöht.

Die Region liegt rund 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt im Osten der krisengeschüttelten Ukraine, aber nicht im dortigen Kriegsgebiet. In Teilen der Regionen Luhansk und Donezk, die 250 Kilometer von der Absturzstelle entfernt sind, herrscht offiziell Krieg. Von Russland unterstützte Separatisten stehen dort ukrainischen Regierungstruppen gegenüber. In dem Krieg gab es seit 2014 nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 13.000 Tote.

Quelle: Agenturen