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Ablöse-Gerüchte in der ÖVP für Sachslehner "absurd"

03. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner dementiert die Gerüchte ihre bevorstehende Ablöse und den Umbau des ÖVP-Regierungsteams.

Bevor in eineinhalb Wochen am  ÖVP-Parteitages Bundeskanzler Karl Nehammer zum Nachfolger von Sebastian Kurz als ÖVP-Obmann gewählt werden soll, wurde bereits um eine Rochade und Ablösen in der ÖVP-Regierungsriege spekuliert. Sachslehner und Ministerin Margarete Schramböck sollen vor dem Aus stehen. 

Gezielt gestreute Gerüchte? 

Sachslehner wies die Gerüchte um ihr Aus als Generalsekretärin entschieden zurück. Diese seien "absurd und völlig aus der Luft gegriffen". Im Vorfeld des Parteitages würden ganz gezielt verschiedene Gerüchte gestreut, sagte die Generalsekretärin. "Die ÖVP hat ein gutes Team, das sehr gut zusammenarbeitet." Das gelte sowohl für die Partei als auch für das Regierungsteam.

Platter: Zu Schramböck-Aus "nichts bekannt"

Zu Schramböck gab sich Tirols ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter bedeckt. Er habe die Medienberichte auch gelesen, aber ihm sei "diesbezüglich nichts bekannt", sagte er am Dienstag in Innsbruck. Die Tiroler Ministerin mache "eine engagierte Arbeit wie alle anderen Regierungsmitglieder", unterstrich der schwarze Landeshauptmann. Eine Bewertung stehe ihm nicht zu, so Platter auf Nachfrage, das müsse "in erster Linie der Bundeskanzler machen". Ausschlaggebend seien dessen Überlegungen: "Wenn hier eine mediale Diskussion stattfindet, ist das das eine - aber andererseits ist es doch entscheidend, was der Parteichef vorhat", hielt Platter fest.

Posten für Sachslehner "eine Nummer zu groß"

Nehammer wolle die Parteiorganisation breiter aufstellen und plane einen eigenen Führungsposten in der Parteizentrale, der für die Betreuung der Länder zuständig sein soll, schrieb der "Kurier". Die Tage von Laura Sachslehner als Generalsekretärin sollen gezählt sein, eine Nachfolge werde bereits auf Hochtouren gesucht. Sachslehner gelte parteiintern zwar als Polittalent, aber Generalsekretärin sei ihr "eine Nummer zu groß", wird ein Nehammer-Vertrauter zitiert. In der Parteizentrale solle Sachslehner bleiben, aber mit neuen Aufgaben.

Auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck soll sich auf dem Schleudersitz befinden. Nachdem deren Ablöse im Dezember scheiterte, soll ein zweiter Anlauf bevorstehen. Wunschkandidatin sei die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz, die sich aber verweigere.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam