700 Tote und 30.000 Infizierte bei Trump-Events

01. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Eine Studie der amerikanischen Stanford Universität bestätigt was einige bereits vermutet haben. Bei Wahlkampfveranstaltungen des US-Präsidenten Donald Trump haben sich Hunderttausende mit dem Coronavirus angesteckt. Mehrere hundert Personen sind Schätzungen zufolge gestorben.

Wenn US-Präsident Donald Trump seine Anhänger ruft, kommen sie in Scharen. Bei Wahlkampfveranstaltungen versammeln sich mehrere tausend Menschen, oft ohne Maske und dicht aneinandergedrängt. Trumps Rivale Joe Biden hat die Veranstaltungen als "Corona Superspreader-Events" bezeichnet. Eine Studie der amerikanischen Stanford Universität bestätigt das jetzt.

30.000 bestätigte Corona-Fälle und mehr als 700 Tote sollen der Studie zufolge auf Wahlkampfveranstaltungen des US-Präsidenten zurückzuführen sein. Die Studienautoren haben 18 Bezirke untersucht, in denen Trump im Sommer Wahlkampfveranstaltungen abgehalten hat. Die Infektionszahlen dieser Bezirke wurden dann mit solchen verglichen, in denen es keine Events gab.

Wie viele Infizierte es genau gegeben hat, sei nicht so einfach herauszufinden, sagen die Autoren. Unterschiedliche Faktoren würden dabei eine Rolle spielen, zum Beispiel ob die Veranstaltungen drinnen oder draußen abgehalten wurde und ob die Teilnehmer Masken trugen.

Die Forscher merken an, dass Menschen, die sich bei Wahlkampfveranstaltungen infiziert haben, das Virus weitertragen und andere Menschen infizieren könnten.  Unter den Infizierten und Verstorbenen befinden sich also nicht zwangsläufig Personen, die Wahlkampfveranstaltungen besucht haben.

Gesundheitsexperten wie US-Immunologe Anthony Fauci haben Trump vorgeworfen, Anhänger bei Wahlveranstaltungen nicht dazu ermutigt zu haben, Schutzmasken zu tragen und sich an Abstandsregeln zu halten. Für die letzten Tage im US-Wahlkampf hat Donald Trump noch weitere Veranstaltungen angesetzt.

Quelle: Redaktion / spe