APA - Austria Presse Agentur

62 Millionen EU-Bürger erhielten ersten "Stich"

25. März 2021 · Lesedauer 2 min

62 Millionen der insgesamt 450 Millionen EU-Bürger sind einmal gegen Corona geimpft worden. 18,2 Millionen haben die zweite Dosis erhalten.

Bisher wurden zudem 88 Millionen Impfdosen an die EU-Staaten ausgeliefert. Die Zahlen legte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag zum EU-Gipfel vor.

77 Millionen Dosen wurden aus der EU in andere Länder exportiert. Von den Ausfuhren erhielt Großbritannien 21 Millionen Dosen, davon eine Million vom Hersteller AstraZeneca und den Rest von BioNtech/Pfizer, wie es ergänzend aus EU-Kreisen hieß. Seit 1. Februar gelten Exportkontrollen, die am Mittwoch verschärft wurden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht hier "ein massives Missverhältnis". Das Thema soll auf dem EU-Gipfel besprochen werden.

360 Millionen Impfdosen fürs zweite Quartal

Im ersten Quartal bis Ende März erwartet die EU nach Von der Leyens Zahlen etwa 100 Millionen Impfdosen, 66 Millionen davon kommen von BioNtech/Pfizer. Der US-Hersteller Moderna ist mit zehn Millionen Impfdosen dabei. AstraZeneca soll 30 Millionen Dosen beisteuern - wobei der britisch-schwedische Hersteller ursprünglich 120 Mio. Dosen zugesagt hatte. 

Für das zweite Quartal haben Hersteller der EU den Zahlen zufolge 360 Millionen Impfdosen zugesagt. Davon sollen 200 Millionen von BioNtech/Pfizer kommen, 35 Millionen von Moderna und 70 Millionen von AstraZeneca. Mit dabei sind die ersten 55 Millionen Dosen vom US-Hersteller Johnson & Johnson, dessen Vakzin im Gegensatz zu den anderen nur einmal verabreicht werden muss.

EU-Parlament macht Weg frei für Impfpass

Das Europaparlament hat den Weg für eine zügige Einführung eines europäischen Impfzertifikats geebnet. Am Donnerstag stimmten die Abgeordneten dafür, das Thema im Eilverfahren zu behandeln. Die EU-Kommission hatte ein solches Dringlichkeitsverfahren befürwortet, damit die Verhandlungen zwischen den Institutionen so schnell wie möglich beginnen können. Das geplante Impfzertifikat soll bereits zum Juni eingeführt werden. Österreich hat angekündigt, bereits im April den "Grünen Pass" einführen zu wollen.

Mit dem "digitalen grünen Zertifikat" will die EU-Kommission eine gemeinsame technische Lösung der 27 EU-Staaten schaffen und aktuelle Reisebeschränkungen überwinden. Das Zertifikat soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Corona-Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb