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52 Menschen im Norden Mosambiks von Jihadisten getötet

21. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Kämpfer einer jihadistischen Miliz haben im Norden Mosambiks nach Polizeiangaben mehr als 50 Zivilisten getötet, die sich weigerten, sich der Miliz anzuschließen. Die Jihadisten hätten Anfang April im Dorf Xitaxi "wahllos" Menschen erschossen oder enthauptet, nachdem Dorfbewohner es abgelehnt hatten, für die Miliz zu kämpfen, berichteten Staatsmedien am Dienstag unter Berufung auf die Polizei.

Kämpfer einer jihadistischen Miliz haben im Norden Mosambiks nach Polizeiangaben mehr als 50 Zivilisten getötet, die sich weigerten, sich der Miliz anzuschließen. Die Jihadisten hätten Anfang April im Dorf Xitaxi "wahllos" Menschen erschossen oder enthauptet, nachdem Dorfbewohner es abgelehnt hatten, für die Miliz zu kämpfen, berichteten Staatsmedien am Dienstag unter Berufung auf die Polizei.

Polizeisprecher Orlando Mudumane sprach von einem "Massaker". Jiahdisten hätten in jüngster Zeit verstärkt versucht, junge Menschen zu rekrutieren, sagte Mudumane im staatlichen Rundfunk. Im Dorf Xitaxi im Bezirk Muidumbe hätten Jugendliche Widerstand gegen diese Rekrutierungsversuche geleistet. Daraufhin hätten die Jihadisten insgesamt 52 Menschen "brutal und teuflisch" getötet. Die Polizei nahm den Berichten zufolge eine Fahndung nach den Kämpfern auf.

Im Norden Mosambiks hat es in den vergangenen Wochen mehrere islamistische Angriffe gegeben. In der Provinz Cabo Delgado besetzten Jihadisten Regierungsgebäude, blockierten Straßen und hissten in einigen Orten vorübergehend die Flagge der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).

Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wurden in Mosambik in den vergangenen zwei Jahren mehr als 700 Menschen durch jihadistische Gewalt getötet. Laut dem katholischen Erzbischof Dom Luiz Fernando wurden zudem mindestens 200.000 Menschen vertrieben. Der zentralafrikanische IS-Ableger Iscap hatte sich im vergangenen Jahr zu mehreren Anschlägen in der Region bekannt.

Quelle: Agenturen