40 Tote bei Drohnenangriff auf Lkw im Zentrum des Sudan
Von einem Zeugen vor Ort erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass die meisten Passagiere derselben Familie angehörten.
Im Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen erbitterten Machtkampf. Die Kämpfe halten seit April 2023 an und haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert - dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen.
Am Sonntag waren bei Drohnenangriffen auf Märkte in den Ortschaften Wad Banda und Abu Sabad in der Provinz West-Kordofan mindestens 33 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen wurden nach Angaben eines Arztes verletzt.
Durch den Krieg sind zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bisher erfolglos.
Zusammenfassung
- Bei einem Drohnenangriff auf einen Lkw in der zentralsudanesischen Region Kordofan wurden am Dienstag 40 Menschen getötet, darunter überwiegend Frauen auf dem Weg zu einer Beerdigung.
- Am Sonntag zuvor kamen bei Drohnenangriffen auf Märkte in West-Kordofan mindestens 33 Menschen ums Leben und Dutzende wurden verletzt.
- Seit Beginn der Kämpfe im April 2023 wurden laut Angaben zehntausende Menschen getötet und mehr als elf Millionen Menschen aus dem Sudan vertrieben.
