25-facher Preis: Shetty dokumentiert Zug-Reise zum Klimagipfel

02. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Der Nationalratsabgeordnete Yannick Shetty (NEOS) reiste mit dem Zug zum Klimagipfel nach Glasgow, während die Polit-Größen meist mit dem Privatjet kamen. Seine Odyssee protokollierte Shetty auf Twitter. Sein Urteil: Umständlich und teuer.

"Solang der Zeit- & Preisunterschied zwischen Flug- & Zugverkehr so absurd groß ist, wird sich das Mobilitätsverhalten der Menschen nicht ändern. Der europäische Schienenverkehr muss leistbarer und schneller werden, damit er auch breit angenommen wird", urteilte der NEOS-Politiker während seiner Zug-Reise auf Twitter. 

Über 500 Euro für Zug, 19 für Flug

Die Route führte ihn von Wien über Amsterdam nach London und dann weiter nach Schottland. Für die Tickets, so Shetty, habe er über 500 Euro bezahlt. Zurück muss der Nationalratsabgeordnete mit dem Flugzeug. Aus Termingründen, denn am kommenden Montag beginne im Nationalrat die Budgetausschuss-Woche. Die Rückreise kommt Shetty weit billiger als die Anfahrt. Der billigste Flug von Edinburgh mach Wien schlägt sich nur mit 19 Euro zu Buche und dauerte gerade einmal knapp über 2,5 Stunden. 

Davon konnte er bei der Hinfahrt nur Träumen. Seit dem 31. Oktober ist der Politiker unterwegs, in Glasgow wird er nach Aufenthalten in Amsterdam und London am Vormittag eintreffen. 

Politiker beim Gipfel als Klimasünder

Von einer umweltfreundlichen Anreise kann man bei den meisten Polit-Größen in Glasgow nicht sprechen. Größtenteils erfolgte die Anreise per Privat-Jet. 400 Flüge seien für den Gipfel angefallen. 13.000 Tonnen CO2 seien dafür in die Atmosphäre geblasen worden, rechnete die "Daily Mail" vor. 

Im Privat-Jet zum Klimagipfel

Vom Flughafen abgeholt wurden die Teilnehmer mit SUVs, die wegen ihrer hohen Abgaswerte besonders in der Kritik stehen. Zwar seien Elektro-Autos bereitgestellt worden, im Hotel sei aber nur eine Ladestation vorhanden. Deshalb sollen Diesel-Generatoren angeschafft worden sein, um die klimafreundlichen Fahrzeuge klimaschädlich aufzutanken. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam