APA/APA/24th Mechanized Brigade of Ukrainian Armed Forces/OLEG PETRASIUK

142 Medienmitarbeiter in der Ukraine getötet

10. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands sind in der Ukraine 142 Medienmitarbeiter getötet worden. "Wenn wir jedoch speziell über das Jahr 2025 sprechen, wurden drei Journalisten getötet, und sie starben infolge gezielter Angriffe durch russische Drohnen", ergänzte im Fernsehen Sergiy Tomilenko, Vorsitzender der Nationalen Journalistenunion der Ukraine, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform meldete. Drohnenangriffe seien die größte Bedrohung für Journalisten.

Journalisten zählten "zu den vorrangigen Zielen" für Russen. "Wir wissen, dass die Russen neue Technologien gegen Journalisten einsetzen, insbesondere um sie einzuschüchtern [...] und um die Berichterstattung über die Kriegsverbrechen Russlands in diesem Krieg zu verhindern", fügte er hinzu. Tomilenko merkte an, dass zu den Sicherheitsempfehlungen für Journalisten gehört, keine "Press"-Kennzeichnungen zu verwenden und dementsprechend Fahrzeuge, kugelsichere Westen oder Helme nicht zu kennzeichnen.

"Wenn früher in allen klassischen Sicherheitshandbüchern für Journalisten - einschließlich jener der UNESCO-Zentrale und von Reporter ohne Grenzen - die Kennzeichnung 'Press' immer ein Signal an alle Kriegsparteien war, dass es sich um einen unbewaffneten Zivilisten, einen Medienmitarbeiter handelt, wissen wir heute, dass das Label 'Presse' tatsächlich ein Trigger ist." Das ukrainische Kulturministerium hatte zuvor bekanntgegeben, dass 205 Künstler seit Kriegsbeginn Ende Februar 2022 getötet worden seien.

Zusammenfassung
  • Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine wurden 142 Medienmitarbeiter getötet, wie die Nationale Journalistenunion berichtet.
  • Im Jahr 2025 starben drei Journalisten durch gezielte russische Drohnenangriffe, wobei Drohnen laut Vorsitzendem Sergiy Tomilenko die größte Bedrohung für Reporter darstellen.
  • Sicherheitsempfehlungen raten mittlerweile davon ab, Fahrzeuge oder Ausrüstung mit dem Label "Presse" zu kennzeichnen, da dies Journalisten zu bevorzugten Angriffszielen macht.