Wegen Trump: Glass sagt Werk-Premiere in Kennedy Center ab
Die jetzigen Werte des Kennedy Centers stünden aber in Konflikt mit seiner "Symphony No. 15", schrieb Glass in einem Brief, den er auch via Online-Plattform X veröffentlichte. Deswegen werde er das Werk dort nicht aufführen lassen.
Zuvor hatten bereits zahlreiche andere Künstlerinnen, Künstler und Gruppen Auftritte am Kennedy Center abgesagt - darunter die Schauspielerin Issa Rae, das Musical "Hamilton", der Banjo-Spieler Béla Fleck, die Opernsängerin Renée Fleming, die Martha Graham Dance Company, der "Wicked"-Komponist Stephen Schwartz sowie die Washington National Opera, die seit 1971 dort auftritt.
US-Präsident Trump hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy Centers entlassen, selbst den Vorsitz übernommen und den früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum Präsidenten gemacht. Später benannte der die Einrichtung in Trump-Kennedy-Center um.
In dem 1971 eröffneten prunkvollen Bau am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Es wurde ursprünglich nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.
Zusammenfassung
- Der weltberühmte Komponist Philip Glass, 88, hat die Premiere seiner neuen Lincoln-Symphonie im Kennedy Center abgesagt, nachdem US-Präsident Donald Trump die Kontrolle über das Haus übernommen und es in Trump-Kennedy-Center umbenannt hat.
- Glass begründete seinen Schritt mit einem Wertkonflikt zwischen seiner "Symphony No. 15" und der aktuellen Ausrichtung der Institution und veröffentlichte dazu einen Brief auf X.
- Neben Glass sagten auch andere prominente Künstlerinnen und Künstler wie Issa Rae, das Musical "Hamilton" und die Washington National Opera ihre Auftritte im traditionsreichen, 1971 eröffneten Haus ab.
