APA - Austria Presse Agentur

Trotz Corona: Glamour bei den Oscars

26. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Die Corona-Pandemie hat am Glanz der 93. Oscars nichts geändert. Auch wenn es dieses Jahr weniger Gäste vor Ort gab, tummelten sich dennoch eine Stars in eleganten Roben am roten Teppich. Zum ersten Mal gab es auch zwei Standorte.

Glitzernde Roben und viel Abstand: Trotz Corona sind Nominierte vor der 93. Verleihung der Academy Awards am Sonntagnachmittag über den roten Teppich gelaufen. Dieses Jahr war das Stück Teppich deutlich kleiner - und lag vor der Union Station in Los Angeles. 

Das gewohnte Gedränge der Stars bleibt 2021 also aus - und findet vor allem nicht vor dem Dolby Theatre in Hollywood statt. Stattdessen versammeln sich rund 170 Hollywoodgrößen und Anhang mit gefordertem Abstand auf einem kleinen Stück Teppich vor der Union Station in Los Angeles City. Während das Dolby Theatre heuer nur für Showelemente vorbehalten ist, sind die Stars im historischen Bahnhofsgebäude versammelt. Die ersten Gäste der Gala stoppten nur kurz für die in der Zahl deutlich reduzierten Fotografen und Journalisten.

Glamouröse Kleider am kleinen roten Teppich

Mit Babybauch traf Emerald Fennell ein. Die 35-Jährige erwarte ihr zweites Kind, sagte sie. Das Regie-Debüt "Promising Young Woman" war für fünf Oscars nominiert. Und gleich zu Beginn bekam sie auch den ersten Oscar des Abends - für das beste Original-Drehbuch.

Für ihre Rolle in dem Thriller war die britische Schauspielerin Carey Mulligan nominiert. Sie glänzte auf dem roten Teppich mit ihrem Kleid von Valentino selbst wie ein Oscar. "Es ist einfach das beste Drehbuch, das ich seit langem gelesen habe", sagte sie über den Film.

Ganz in Gold erschien auch Soulsängerin Andra Day zur Verleihung der Academy Awards. "Ich habe etwa 40 Pfund für die Rolle verloren", sagte sie. Sie trinke und rauche nicht, habe aber für den Film "The United States vs. Billie Holiday" damit angefangen. Nicht, um Gewicht zu verlieren - sondern um möglichst nah an die Stimme der legendären Jazzsängerin zu kommen.

Glenn Close, als beste Nebendarstellerin in "Hillbilly Elegy" nominiert, trat in einem blau-glitzernden Hosenanzug ins Schweinwerferlicht. Leslie Odom Jr. glänzte in einem goldfarbenen Frack, Colman Domingo in schrillem Pink.

Keine abwechslungsreiche Show

Wer auf eine pompöse Show gehofft hatte, die Hollywood und die durch Corona gebeutelte Filmindustrie feierte, wurde allerdings enttäuscht. Eine abwechslungsreiche Gala war das nicht. Kurz vor Schluss aber sorgten dann Frances McDormand und Glenn Close doch noch für einen Schuss Unterhaltung: McDormand heulte auf der Bühne in Erinnerung an einen gestorbenen Toningenieur von "Nomadland" ein lautes Wolfsgeheul und Glenn Close sprang für eine Tanzeinlage von ihrem Platz auf. Zum Rhythmus des Songs "Da Butt" ließ die 74-Jährige ihren Hintern kreisen - und avancierte im Internet schnell zu einem heimlichen Star des sonst eher an Höhepunkten armen Abends.

Quelle: Agenturen