Stuckrad-Barre gegen Einmischung der Kunst in Tagespolitik
Angesprochen auf viele seiner Kolleginnen und Kollegen, die offene Briefe zur Politik unterschreiben, sagte der 51-Jährige, die Komik darin genieße er schon. "Es ist von diesen Podien der Kultur-Heinis ja dann auch wirklich nicht mehr weit bis zu Oliver Pocher, der – so las ich es – kürzlich in den Gazastreifen gereist ist, um sich dort "ein eigenes Bild zu machen" oder so. Es wurde dann ein Selfie. Aber immerhin: Das war das erste Mal, dass Oliver Pocher mich zum Lachen gebracht hat."
Zusammenfassung
- Benjamin von Stuckrad-Barre spricht sich in den Nürnberger Nachrichten klar dagegen aus, dass Schriftsteller sich in die Tagespolitik einmischen, da dies seiner Ansicht nach sowohl dem Künstler als auch der Kunst schade.
- Der 51-jährige Autor kritisiert die Selbstüberschätzung vieler Kulturschaffender und empfindet insbesondere das Unterzeichnen offener Briefe als abstoßend und komisch.
- Mit ironischem Seitenhieb verweist er auf Oliver Pocher, der im Gazastreifen ein Selfie machte, und stellt fest, dass dies ihn erstmals zum Lachen gebracht habe.
