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Stuckrad-Barre gegen Einmischung der Kunst in Tagespolitik

30. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Schriftsteller sollten sich nach Auffassung des Autors Benjamin von Stuckrad-Barre ("Soloalbum") nicht in die Tagespolitik einmischen: "Es beschädigt den Künstler wie die Kunst." Er finde diese Selbstüberschätzung wirklich abstoßend. Gefühl und Politik seien selten ein schönes Paar, so der Autor in den "Nürnberger Nachrichten".

Angesprochen auf viele seiner Kolleginnen und Kollegen, die offene Briefe zur Politik unterschreiben, sagte der 51-Jährige, die Komik darin genieße er schon. "Es ist von diesen Podien der Kultur-Heinis ja dann auch wirklich nicht mehr weit bis zu Oliver Pocher, der – so las ich es – kürzlich in den Gazastreifen gereist ist, um sich dort "ein eigenes Bild zu machen" oder so. Es wurde dann ein Selfie. Aber immerhin: Das war das erste Mal, dass Oliver Pocher mich zum Lachen gebracht hat."

Zusammenfassung
  • Benjamin von Stuckrad-Barre spricht sich in den Nürnberger Nachrichten klar dagegen aus, dass Schriftsteller sich in die Tagespolitik einmischen, da dies seiner Ansicht nach sowohl dem Künstler als auch der Kunst schade.
  • Der 51-jährige Autor kritisiert die Selbstüberschätzung vieler Kulturschaffender und empfindet insbesondere das Unterzeichnen offener Briefe als abstoßend und komisch.
  • Mit ironischem Seitenhieb verweist er auf Oliver Pocher, der im Gazastreifen ein Selfie machte, und stellt fest, dass dies ihn erstmals zum Lachen gebracht habe.