APA - Austria Presse Agentur

Scala will Neustart im September mit Verdis "Requiem" feiern

28. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Die Mailänder Scala will ihre Wiedereröffnung nach der Coronavirus-Pandemie mit einem großen Konzert im September unter dem Dirigat seines Musikdirektors Riccardo Chailly feiern. Aufgeführt wird Giuseppe Verdis "Requiem" als Hommage an die Todesopfer der Coronavirus-Pandemie. Das Konzert soll auch in Bergamo und Brescia wiederholt werden, zwei der am stärksten von dem Virus betroffenen Städte.

Die Mailänder Scala will ihre Wiedereröffnung nach der Coronavirus-Pandemie mit einem großen Konzert im September unter dem Dirigat seines Musikdirektors Riccardo Chailly feiern. Aufgeführt wird Giuseppe Verdis "Requiem" als Hommage an die Todesopfer der Coronavirus-Pandemie. Das Konzert soll auch in Bergamo und Brescia wiederholt werden, zwei der am stärksten von dem Virus betroffenen Städte.

Beim "Requiem" sollen die Starsänger Francesco Meli und Krassmira Stoyanova auftreten. Der Pläne für den Neustart wurde von Scala-Intendeant Dominique Meyer mit dem Aufsichtsrat des Opernhauses besprochen, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

"Das Konzert zum Neustart der Scala muss ein wichtiges Zeichen für Mailand, für Italien und die ganze Welt sein", schrieb Meyer in einem Brief an die Mitarbeiter des Mailänder Opernhauses. Als Beispiel für den Neustart dient das Konzert am 11. Mai 1946 unter der Leitung von Arturo Toscanini, mit dem die Scala den Neustart nach dem Weltkrieg gefeiert hatte, erklärte Meyer. Bei diesem Konzert war auch die Sopranistin Renata Tebaldi aufgetreten.

Im September will die Scala mit Aufführungen von "Aida", "La Traviata" in der Regie von Liliana Cavani und unter dem Dirigat von Zubin Mehta, sowie "La Boheme" neu starten. Noch unklar ist, nach welchen Regeln das Theater seine Tätigkeit wieder aufnehmen soll und welcher Abstand unter den Zuschauern eingehalten werden muss. "Wir müssen mit einem starken Rückgang der Zuschauer rechnen, vor allem des internationalen Publikums, was zu einem beträchtlichen Einnahmenrückgang führen wird", sagte Meyer.

Viele Produktionen der laufenden Saison, die wegen der Coronavirus-Krise abgesagt werden mussten, sollen auf die zweite Jahreshälfte verschoben werden. Das gilt unter anderem für die "Salome" unter der Leitung Chaillys, für die im Februar kurz vor Ausbruch der Coronavirus-Epidemie geprobt wurde.

Die italienische Regierung, die eine leichte Auflockerung der Ausgangssperre ab dem 4. Mai angekündigt hat, hat noch nicht beschlossen, wann Theater in Italien wieder öffnen sollen. Gerechnet wird mit einem Neubeginn im September.

Quelle: Agenturen