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Saison-Vor-Auftakt im Festspielhaus St. Pölten

12. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Die Kultur lebt! Unter diesem Motto lud die Niederösterreichische Kulturwirtschaft (NOEKU) am Freitagabend Förderer, Sponsoren und Abonnenten zu einem Konzert des Tonkünstler-Orchesters NÖ noch vor dem offiziellen Saison-Auftakt ins Festspielhaus St. Pölten. Offizieller Start ist am 26. September mit Robert Wilsons "Jungle Book". Corona-bedingt gibt es Schutzmaßnahmen und Spielplankürzungen.

Am Freitag gab es Werke von Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven zu hören. Am Pult der Tonkünstler stand Jun Märkl, langjähriger Gastdirigent des Orchesters. Auch wenn der offizielle Start der Saison 2020/21 im Festspielhaus erst erfolgt, konnte man sich bereits ein Bild über covid-bedingte Maßnahmen machen. Verschiedene Zugänge, unterschiedlich gefärbte Wartezonen, Maskenpflicht bis Konzertbeginn, gestaffelter Ausgang: Das sind auch in St. Pölten die neuen Spielregeln für das Publikum. "Im Festspielhaus St. Pölten werden ab Herbst Veranstaltungen mit circa 700 Personen möglich sein", ließ die NOEKU-Geschäftsführung im Vorfeld der Veranstaltung wissen.

Standen eingangs die "Hebriden"-Ouvertüre und - als zwei Raritäten - die beiden Konzertstücke für Klarinette, Bassetthorn und Orchester Nr. 1 f-Moll op. 113 und Nr. 2 d-Moll op. 114 mit den sehr guten Solisten Helmut Wiener und Christoph Moser von Mendelssohn auf dem Programm, folgte mit Beethovens 7. Symphonie populäres Repertoire. Von den Tonkünstlern bravourös gemeistert, wenn auch die viel zitierte "Apotheose des Tanzes" durchaus noch deutlicher zum Vorschein hätte kommen können.

Nach Wilsons "Jungle Book" mit der Musik von CocoRosie sind die Tonkünstler mit ihrem Chefdirigenten Yutaka Sado am 5. Oktober bereits ausreserviert. Tickets gibt es hingegen noch für den Abend mit Clara Luzia und Voodoo Jürgens am 9. Oktober. Verschoben wurden u.a. "Das Frühlingsopfer" (10. Oktober) und der Auftritt von Hubert von Goisern (vom 16. Oktober auf Mai 2021). Auch und besonders im Festspielhaus St. Pölten fordert die Corona-Pandemie ihren Spielplan-Tribut.



Quelle: Agenturen