Reggae-Legende Sly Dunbar ist tot
Dunbars langjährige Ehefrau Thelma bestätigte dem "Jamaica Gleaner" den überraschenden Tod ihres Mannes am Montag. "Gegen sieben Uhr in der Früh ging ich ihn wecken und er reagierte nicht, ich rief den Arzt", sagte sie der Zeitung unter Tränen. "Ich wusste, er war krank. Aber ich wusste nicht, dass er so krank war."
Als eine Hälfte von Sly & Robbie habe Dunbar den Sound von Reggae und jamaikanischer Musik für Generationen geprägt, hieß es in einem Statement der Familie, das dem Portal TMZ vorlag. "Sein außergewöhnliches Talent, seine Innovation und seine Beiträge werden nie in Vergessenheit geraten."
Im Duo mit dem 2021 verstorbenen Robbie Shakespeare und als Mitgründer des Labels Taxi habe Dunbar einige der besten Musikwerke des Karibikstaates mitproduziert, würdigte Jamaikas Kulturministerin den Verstorbenen. Sly & Robbie waren demnach nicht nur bei anderen Künstlern der Insel gefragt, sondern wirkten auch bei vielen internationalen Größen als Unterstützung, darunter Bob Dylan und Bands wie No Doubt, den Rolling Stones und den Fugees.
Wie nachhaltig Dunbar die Reggae-Szene prägte, lässt sich allein an den 13 Grammy-Nominierungen von 1981 bis 2013 ablesen. Zweimal - 1985 und 1999 - gewann er die Trophäe für gemeinsame Projekte mit Shakespeare.
Zusammenfassung
- Der jamaikanische Musiker Sly Dunbar, Teil des legendären Duos Sly & Robbie, ist im Alter von 73 Jahren in Kingston verstorben.
- Dunbar wurde zwischen 1981 und 2013 insgesamt 13 Mal für den Grammy nominiert und gewann die Auszeichnung zweimal, nämlich 1985 und 1999.
- Sly & Robbie arbeiteten mit internationalen Künstlern wie Bob Dylan, den Rolling Stones und den Fugees und prägten den Reggae-Sound über Jahrzehnte.
