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Prinz Harrys Autobiografie "Spare" soll ihm 20 Millionen bringen

27. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Bis zu 20 Millionen Euro soll Prinz Harry für seine Autobiografie namens "Spare" bekommen, die am 10. November erscheint. Nach dem Tod seiner Oma, der Queen, soll Harry einige Stellen entschärft haben, weshalb sich das Erscheinungsdatum verschob. Trotzdem bietet der Band einiges an Sprengstoff und hat das Potenzial, Harrys Verhältnis zu den Royals komplett zu zerstören.

Die mit Spannung erwarteten Memoiren von Königssohn Prinz Harry erscheinen am 10. Jänner 2023. Die Autobiografie trage den Titel "Spare", teilte der Verlag Penguin Random House am Donnerstag in London mit.

Adelige Familien, so geht das Sprichwort in Großbritannien seit Jahrhunderten, brauchen bei der Familienplanung zwei Buben: An heir and a spare - also den Erben und einen (überflüssigen) Ersatz. Nach diesem Wort für den Zweitgeborenen ohne wirkliche Funktion, außer der ältere Bruder sollte sterben, hat Harry sein Buch benannt. 

"Wir freuen uns, die bemerkenswert persönliche und emotional kraftvolle Geschichte von Prinz Harry, dem Herzog von Sussex, ankündigen zu können", so der Verlag. Das Titelbild zeigt eine Nahaufnahme des 38-Jährigen. 

20 Millionen - ein Teil wird Spende

Eigentlich war das Buch bereits für diesen Herbst angekündigt worden. Medienberichten zufolge wollte der Enkel von Queen Elizabeth II. nach dem Tod seiner Großmutter am 8. September aber einige Passagen nochmal überarbeiten und abschwächen. Harry soll für die Biografie eine Vorauszahlung von umgerechnet 20 Millionen Euro erhalten haben. Er hat angekündigt, einen Teil der Erlöse zu spenden.

Harry: "Absolut ehrlich"

Der jüngere Sohn von König Charles III. hatte sich immer wieder unzufrieden gezeigt, wie er in den Medien dargestellt wurde. Mit der Biografie wolle er "einen Bericht aus erster Hand, der korrekt und absolut ehrlich ist", über sein Leben herausbringen, hatte er angekündigt. Beobachter rechnen auch mit Blick auf den Titel damit, dass Harry erneut deutliche Kritik am Königshaus äußern könnte.

Immer wieder Kritik an Papa Charles

Der 38-Jährige lebt mit seiner Ehefrau Herzogin Meghan (41) und den beiden gemeinsamen Kindern Archie (3) und Lilibet (1) seit einiger Zeit in Kalifornien. Das Paar hat mit dem Umzug seine royalen Pflichten aufgegeben. In mehreren Interviews haben Meghan und Harry den Palast und besonders seinen Vater Charles, inzwischen nach dem Tod der Queen der neue König, wiederholt scharf kritisiert.

In seiner ersten Rede als König sprach der neue Monarch aber von seiner tiefen Liebe zu seinem jüngeren Sohn. Gedeutet wurde das als Friedensangebot. Harry darf, seitdem er sich vom Königshaus distanzierte und alle Ämter zurücklegen musste, unter anderem seine Uniform nicht mehr tragen. Beim Begräbnis seiner Oma wurde an einem Tag eine Ausnahme gemacht. Harry und Meghan wurden von seinem Bruder und Thronfolger William  und dessen Frau Kate auch eingeladen, gemeinsam die Trauernden vor Windsor Castle zu begrüßen. All das wurde als Zeichen gedeutet, dass sich das angespannte Verhältnis zwischen Harry, seinem Bruder und seinem Vater entspannen könnte. Die Autobiografie könnte das Tauwetter im Hause Windsor mit einem Schlag beenden. 

Marianne LamplQuelle: Agenturen / Redaktion / lam