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Online-Boom bei Auktionen im Wiener Dorotheum

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Im Wiener Dorotheum kommen am morgigen Dienstag Ölgemälde und Aquarelle des 19. Jahrhunderts unter den Hammer. Die Auktion findet rein online statt - wie so viele in der jüngeren Vergangenheit. Denn Web-Versteigerungen fänden inzwischen "riesigen Zuspruch", wie eine Dorotheum-Sprecherin auf APA-Nachfrage versicherte. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2022 fanden ganze 95 Prozent der hauseigenen Auktionen rein digital statt.

Das Online-Angebot - schon vor Corona-Zeiten vorhanden - sei während der Pandemie deutlich ausgebaut worden und sei "gekommen, um zu bleiben". Zwar fänden die großen internationalen Auktionen weiterhin im Saal statt - im Vorjahr waren es 34 -, wobei auch hier via Internet mitgeboten werden kann. Reine analoge Versteigerungen ohne Web-Beteiligungsmöglichkeit gebe es gar nicht mehr, hieß es. Allerdings: Die großen Saalauktionen sind trotz ihres geringen Anteils weiterhin sehr wichtig, denn dort werde immer noch ein "sehr großer Teil" des Umsatzes gemacht, betonte die Sprecherin.

Was die Auktion am Dienstag (7. März) anbelangt, erfolgen ab 15 Uhr die Zuschläge für rund 250 Werke. Vertreten sind Landschaftsdarstellungen, Stillleben oder Tierporträts. Ganz große Namen finden sich im Katalog nicht, insofern bewegt man sich preislich im moderaten Bereich. Die Schätzpreise liegen zumeist im niedrigen vierstelligen Bereich.

Als Besonderheiten werden etwa die "Schlüsselblumen" von Franz Xaver Gruber genannt. Der Wiener Genre - und Blumenmaler war bei der Pariser Weltausstellung 1855 vertreten und schuf für Fürst Metternich eine Aquarellsammlung über sämtliche Kamelien, für Kaiser Ferdinand I malte er Orchideen und Palmen. Außerdem sind etwa Amsterdam-Ansichten von Elias Pieter van Bommel oder italienische Motive von Eugenio Spreafico Monza zu haben.

(S E R V I C E - Infos zur Online-Auktion "Ölgemälde und Aquarelle des 19. Jahrhunderts" unter http://go.apa.at/mczNvAxe)

ribbon Zusammenfassung
  • Im Wiener Dorotheum kommen am morgigen Dienstag Ölgemälde und Aquarelle des 19. Jahrhunderts unter den Hammer.
  • Die Auktion findet rein online statt - wie so viele in der jüngeren Vergangenheit.
  • Zwar fänden die großen internationalen Auktionen weiterhin im Saal statt - im Vorjahr waren es 34 -, wobei auch hier via Internet mitgeboten werden kann.
  • Ganz große Namen finden sich im Katalog nicht, insofern bewegt man sich preislich im moderaten Bereich.