APA - Austria Presse Agentur

Nina Hoss mit Hannelore-Elsner-Schauspielpreis ausgezeichnet

06. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Die Schauspielerin Nina Hoss ist mit dem Hannelore-Elsner-Schauspielpreis des Fünf Seen Filmfestivals in Oberbayern ausgezeichnet worden. Die 45-Jährige bekam den mit 5.000 Euro dotierten Preis am Samstag in Starnberg für ihre "herausragende Schauspielkunst". Schauspielerkollege Lars Eidinger lobte Hoss in einer Videobotschaft: "Du lässt es zu, dass man Dich trifft und Du lässt Dich berühren."

Die Schauspielerin Nina Hoss ist mit dem Hannelore-Elsner-Schauspielpreis des Fünf Seen Filmfestivals in Oberbayern ausgezeichnet worden. Die 45-Jährige bekam den mit 5.000 Euro dotierten Preis am Samstag in Starnberg für ihre "herausragende Schauspielkunst". Schauspielerkollege Lars Eidinger lobte Hoss in einer Videobotschaft: "Du lässt es zu, dass man Dich trifft und Du lässt Dich berühren."

Hoss ist bekannt für Filme wie "Yella" oder "Die weiße Massai". In Starnberg wurde auch ihr Film "Schwesterlein" gezeigt, in dem sie mit Eidinger spielt und der Ende Oktober in die Kinos kommt. Das Krebsdrama war schon auf der Berlinale zu sehen. Der Preis war im vergangenen Jahr zum ersten Mal vergeben worden. Das Filmfest erinnert damit an die 2019 gestorbene Schauspielerin Hannelore Elsner.

Das Festival findet vom 26. August bis 9. September statt - wegen der coronabedingt geltenden Hygienevorschriften wurde es verlängert, damit möglichst viele Besucher kommen können. Das Filmfestival zählt nach München und Hof zu den renommierten Veranstaltungen in Bayern. Jährlich zieht es Kinofans vor die Tore Münchens ins Fünfseenland an die Festivalorte Starnberg, Gauting, Weßling und Seefeld.

Schauspielerin Nina Hoss hofft unterdessen in der Coronakrise auf die Kraft des Kinos. "Sobald die Leinwand angeht, ist alles vergessen. Das Kino bietet die Möglichkeit, aus der eigenen Realität fliehen zu können und sich mal mit anderen wichtigen Lebensfragen zu beschäftigen, als nur mit der Pandemie", sagte die 45-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Sie vermisse den Kontakt mit den Menschen. "Unsere Kunst, die wir als Schauspieler machen, hat etwas mit den anderen zu tun, zu einer Gemeinsamkeit und zu einem Austausch zu kommen, über einander nachzudenken, voneinander zu lernen", sagte sie. "Die Momente, wo sich Dinge öffnen können, werden immer weniger. Ich habe die Sorge, dass das verloren geht, weil sich alles verhärtet."

In Pandemiezeiten gehe Atmosphäre in Theatern verloren. "Es sitzt nur die Hälfte der Leute im Zuschauersaal, voneinander getrennt und mit Masken. Vielleicht gibt es auch die Angst vor uns Schauspielern, die etwas lauter sprechen. Meine Sorge ist, dass die Freiheit verloren geht, sowohl für uns Schauspieler als auch für das Publikum in ihren Reaktionen."

Quelle: Agenturen