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Niederösterreich: Deklaration Unterstützung für Kultur

Mai 18, 2020 · Lesedauer 2 min

Die Kultur.Region.Niederösterreich GmbH hat heute eine 15 Punkte umfassende Deklaration zur Bedeutung der regionalen Kulturarbeit im Bundesland bekanntgegeben. "Wir setzen uns sowohl für Hoch- und Breitenkultur ein, das eine braucht das andere", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vor Medienvertretern am Montag in Wien.

Die Erklärung richtet sich laut Martin Lammerhuber, dem operativen Geschäftsführer von Kultur.Region.Niederösterreich, besonders an die Bürgermeister und die vielen ehrenamtlichen Freiwilligen. Die 15 Aspekte umfassten etwa "Regionalität", "Identität", "Vermittlung", "Klimafreundlichkeit" und "Digitalität".

Für Mikl-Leitner ist die Deklaration ein "Bekenntnis zur regionalen Kultur in Niederösterreich". Den Kulturschaffenden solle so versichert werden, dass das Land "nicht nur an Sonnentagen" ein Begleiter sei, sondern auch in "herausfordernden Zeiten" hinter ihnen stehe.

"Kultur hat bei uns einen großen Stellenwert", fuhr die Landeshauptfrau fort. Im Jahr gebe es in Niederösterreich über 200.000 Veranstaltungen und über 100.000 Ehrenamtliche, die sich insgesamt 500.000 Stunden pro Woche für das kulturelle Angebot einsetzten. Über 40.000 Chormitglieder, 25.000 Musiker und 10.000 Volkstänzer seien aktiv. Zudem gebe es im Bundesland rund 750 Museen.

In einer Studie des Institut Integral gaben laut Mikl-Leitner 79 Prozent der befragten Niederösterreicher an, das kulturelle Leben in der Gemeinde zu vermissen, für 76 Prozent sei das regionale kulturelle Angebot noch wichtiger geworden. "Viele wollen sich mehr in der Heimatregion und der Gemeinde einbringen", sagte sie.

Während der Coronakrise werde das Onlineangebot sehr geschätzt, berichtete die Politikerin. Auch für Lammerhuber ist dies ein Erfolgsmodell, denn so habe beispielsweise 95 Prozent des Musikunterrichts trotz geschlossener Schulen über das Internet stattfinden können. Dennoch: "Digitale Plattformen können direkten Kontakt nicht ersetzen [...] Livekonzerte und Festivals werden immer wichtig sein, um den direkten Dialog zwischen Kulturinteressierten und Kulturschaffenden weiterhin leben zu können", betonte Mikl-Leitner.

Die Landeshauptfrau verwies auf die bereits getroffenen Unterstützungsmaßnahmen für Kulturschaffende, wie die weitere Ausbezahlung der Fördergelder und die Stipendien. Trotz des "groben Rahmens seitens der Bundesregierung" hoffe sie, dass weitere Details bald feststünden: "Sobald die Unsicherheit geklärt ist, wird sich das Kulturleben in seiner Breite in Niederösterreich entfalten."

Quelle: Agenturen