APA - Austria Presse Agentur

New Yorker Metropolitan Museum öffnet wieder

28. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Mit einem Werk von Yoko Ono an der Fassade und einer Mauer-Installation auf dem Dach meldet sich das New Yorker Metropolitan Museum nach fast sechsmonatiger Schließung in der Coronakrise zurück. Mit Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln sowie stark verringerter Kapazität wollte das renommierte Museum am New Yorker Central Park am Samstag (29. August) seine Türen wieder für Besucher öffnen.

Mit einem Werk von Yoko Ono an der Fassade und einer Mauer-Installation auf dem Dach meldet sich das New Yorker Metropolitan Museum nach fast sechsmonatiger Schließung in der Coronakrise zurück. Mit Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln sowie stark verringerter Kapazität wollte das renommierte Museum am New Yorker Central Park am Samstag (29. August) seine Türen wieder für Besucher öffnen.

"Mit großer Hoffnung und Vorfreude schauen wir auf die Wiederöffnung", sagte der österreichische Direktor Max Hollein bei einer Pressekonferenz im Vorfeld. Bereits in den Tagen zuvor durften Journalisten und Mitglieder des Fördervereins des Metropolitan Museums die Ausstellungsräume besuchen, es bildeten sich teils lange Schlangen vor dem Gebäude. Neben den Dauerausstellungsstücken gibt es einige neue Schauen, deren Eröffnungen aufgrund der Coronapandemie verschoben wurden. Eine zeigt beispielsweise die Geschichte des Museums, das im April 150 Jahre alt geworden war und dieses Jubiläum eigentlich groß hatte feiern wollen.

An der Fassade findet sich außerdem ein neues Werk der Künstlerin Yoko Ono: "Dream Together" steht in Schwarz auf zwei großen weißen Plakaten. Auf der Dachterrasse des Museums steht eine neue Installation des mexikanischen Künstlers Hector Zamora. "Lattice Detour" ist eine Mauer aus Tonsteinen - die allerdings hohl sind und Blicke auf die Skyline von Manhattan zulassen.

Bisher sei das Museum in seiner Geschichte fast nie länger als drei Tage am Stück geschlossen gewesen, sagte Geschäftsführer Dan Weiss. "Jetzt waren wir fast sechs Monate zu, und währenddessen hat sich die Welt für immer verändert." Das Museum habe finanziell große Einbußen hinnehmen müssen, er sei aber zuversichtlich, dass es die Krise überstehen werde.

Die Museen in New York, die fast alle seit März geschlossen hatten, dürfen seit Montag offiziell unter strengen Auflagen wieder öffnen - tun dies jedoch nur nach und nach. Am Donnerstag hatte bereits das Museum of Modern Art (MoMA) seine Türen wieder geöffnet, das Whitney Museum für amerikanische Kunst will am 3. September nachziehen, das Guggenheim-Museum am 3. Oktober. Die Coronakrise trifft die Kulturbranche der Stadt, die im Frühjahr eines der weltweiten Epizentren der Coronavirus-Epidemie war, seit Monaten hart.

Quelle: Agenturen