APA - Austria Presse Agentur

Neue Kulturstrategie für Niederösterreich vorgestellt

16. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die niederösterreichische Landesregierung hat am Dienstagvormittag u.a. die neue Strategie für Kunst und Kultur, die Strategie der Landessammlungen sowie die Auslandskulturstrategie des Landes einstimmig beschlossen. In einer Pressekonferenz mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur, wurde das Anliegen im Detail erläutert, die Ziele der Kulturstrategie "auf die Höhe der Zeit zu bringen".

Auch in turbulenten Zeiten brauche es den Fokus auf langfristige Perspektiven, so Mikl-Leitner. Das Investment in Kultur lohne sich, meinte die Landeshauptfrau und verwies auf 2,5 Millionen Kulturtouristen, 1,35 Milliarden Euro Wertschöpfung und 30.000 gesicherte Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Kultur im Bundesland. Nun gehe es darum, aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen und das Angebot in manchen Bereichen zu erweitern.

Die Kulturstrategie wurde nach fünf Jahren in einem partizipativen Entwicklungsprozess erneuert. "Partizipativ", "kreativ", "kooperativ" und "divers" lauten auch die vier Leitlinien, die in fünf konkreten Handlungsfeldern realisiert werden sollen. An erster Stelle steht die Erschließung neuer Zugänge für Kinder, Jugendliche und Familien, etwa durch die geplante Errichtung des "KinderKunstLabors" in St. Pölten oder die Initiative Kultur4kids.

Weiters sollen die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Hier will das Land "nicht nur als Passagier dabei sein, sondern gestaltend mitwirken", erklärte Dikowitsch, u.a. durch strategische Partnerschaften mit Kompetenzzentren wie dem Haus der Digitalisierung in Tulln, das 2023 eröffnet wird. Nachhaltigkeit und Klimaverantwortung stellen einen weiteren Aspekt dar, ebenso die Verbindung von Kultur und Tourismus.

Schließlich sind "Modellregionen" für Kunst und Kultur vorgesehen, in denen Vorzeigeprojekte entstehen können. So soll St. Pölten mit seinem Umland zur nachhaltigen "Musterregion" und zum kulturellen Zentrum von europäischer Relevanz entwickelt werden. In weiterer Folge ist angedacht, auch den Semmering "wachzuküssen" (Mikl-Leitner) und "kulturell ganzjährig zu bespielen". Nicht zuletzt wird 2022 das Jubiläum "100 Jahre Bundesland Niederösterreich" auch kulturelle Schwerpunkte setzen.

(S E R V I C E - Information zur NÖ Kulturstrategie 2021 unter https://www.noe.gv.at/noe/Kunst-Kultur/NOE_Kulturstrategie_NEU)

Quelle: Agenturen