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"nachtkritik"-Theatertreffen mit 5 Österreich-Produktionen

21. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Inszenierung "Garland" des Schauspielhauses Graz unter Regie von Anita Vulesica ist für das "nachtkritik"-Theatertreffen 2022 nominiert. Das hat das Theaterportal am Freitag mitgeteilt. Nominiert wurden insgesamt 36 Inszenierungen aus dem deutschen Sprachraum, die von den nachtkritik.de-Korrespondentinnen und Korrespondenten sowie Redakteurinnen und Redakteuren als die wichtigsten der vergangenen zwölf Monate angesehen werden. Fünf kommen aus Österreich.

Die Jury begründete die Nominierung von "Garland" mit den Worten: "Es ist nicht allzu häufig zu erleben, dass in einem neuen Theaterstück wirklich was passiert. Und dass das dann auch unter Aufbietung aller Kräfte auf der großen Bühne gezeigt wird. 'Garland' hat alles: einen gut gebauten Plot, Humor und diesen gewissen verzweifelten Wahnsinn, dem man angesichts der Klimakrise - die hier heftig thematisiert wird - verfallen möchte. Anita Vulesica musste das Stück nur noch mit ihrem Gespür für Timing und einem bestens gelaunten Ensemble auf die Welt bringen. Und die Autorin Svenja Viola Bungarten bietet sich an als deutsche Nachfolgerin von Martin McDonagh, aber eben mit Thema."

Neben "Garland" sind auch noch vier weitere Inszenierungen österreichischer Bühnen nominiert: "Geschichten aus dem Wiener Wald" mit der Premiere am 18. November im Wiener Burgtheater, "humanistää! eine abschaffung der sparten" hatte am 15. Jänner 2022 Premiere am Volkstheater Wien, "Michael Kohlhaas" wurde zum ersten Mal am 23. Juli bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt, und "Der Zauberberg" hatte Premiere am 30. September am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten. Bis zum 28. Jänner kann abgestimmt werden.

Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) freute sich am Freitag über die Nominierungen durch das Onlinetheaterportal, das sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Diskussions- und Resonanzraum für die Theaterwelt entwickelt habe: "Die österreichische Teilnahme in diesem Kontext ist daher ein schönes und wichtiges Zeichen, denn es hilft dabei, die überregionale, europäische Wahrnehmung der großartigen österreichischen Theaterarbeit gerade in diesen schwierigen Zeiten zu stärken."

(S E R V I C E - www.nachtkritik.de)

Quelle: Agenturen