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Modetrends bei den Oscars 2022

28. März 2022 · Lesedauer 2 min

Praktisch muss die Oscar-Mode natürlich nicht sein. Allerdings müssen die Gäste der Verleihung gute drei Stunden damit sitzen können - und das dürfte einigen am Sonntagabend in Los Angeles (Ortszeit) durchaus schwer gefallen sein. Denn um ihre Körper wanden sich Stoffarrangements im XXL-Format. So versank die Schauspielerin Sofia Carson ab der Taille abwärts in einem weit ausladenden Rockteil aus drapiertem, schwarzem Tüll (ein Modell von Giambattista Valli).

Die Singer-Songwriterin Billie Eilish hatte sich für eine theatralische, mit Rüschen überflutete Oversized-Robe von Gucci entschieden. Bei der Kolumbianerin Carolina Gaitán standen die lange Schleppe und die dramatischen Volumenspiele im Kontrast zu völlig unbekleideten Körperpartien. Ihre US-amerikanische Schauspielerkollegin Niecy Nash verfolgte einen ähnlichen Stil, hier in leuchtendem Pink. Jada Pinkett Smith zog eine gigantische Schleppe hinter sich her.

Viele Gäste setzten aber auch auf Outfits, die viel Haut zeigten. Etwa Amy Schumer, eine der drei Moderatorinnen der Veranstaltung, in einem Kleid von Oscar de la Renta. Schauspielerin Ariana DeBose gewann den Oscar für die "Beste Nebendarstellerin" in einer roten Robe von Valentino. Ebenfalls in Rot trat Tracee Ellis Ross auf. Ihr Kleid stammt von Carolina Herrera. Tennis-Champion Venus Williams hingegen wählte als Farbe weiß, als Designer Elie Saab. Auch dieser stattete seinen Entwurf mit einem tief sitzenden Dekolleté aus.

Und auch Darsteller Timothée Chalamet zeigte viel Haut. Der französisch-amerikanische Schauspieler trug eine funkelnd bestickte, kurze Smokingjacke mit Manschetten aus Spitze - ohne Hemd darunter. Ein Entwurf des französischen Luxuslabels Louis Vuitton. Der nächste Clou: Das Modell stammt aus der Damenkollektion. Dazu kombinierte er Schmuck von Cartier, dessen Markenbotschafter der 26-Jährige ist.

Die schwedische Maskenbildnerin und Hair-Stylistin Eva von Bahr brachte die Hochkultur nach Hollywood. Die 53-Jährige schritt in einer spektakulären, mit einem Renaissance-Gemälde bedruckten Robe über den roten Teppich. Wer in Kunstgeschichte bewandert war, erkannte sofort: Es ist die "Madonna im Grünen", ein berühmtes Marienbildnis von Raffael, das als Original im Kunsthistorischen Museum in Wien hängt. Passend dazu gewählt war auch ihre Handtasche. Die hatte die Form einer Büste und erinnerte an den "David" von Michelangelo, dem großen Raffael-Rivalen.

Quelle: Agenturen