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Met-Ausstellung widmet sich den Farben antiker Skulpturen

07. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

So bunt bemalt und kunstvoll verziert wie früher: Zwischen den vielen antiken römischen und ägyptischen Skulpturen im New Yorker Metropolitan Museum hat ein deutsches Archäologen-Paar mit rund einem Dutzend Rekonstruktionen deutlich gemacht, wie diese einst wirklich ausgesehen haben könnten. Die Schau "Chroma: Ancient Sculpture in Color" soll bis zum 26. März 2023 in dem Museum am Central Park in Manhattan zu sehen sein, teilten die Organisatoren mit.

"Diese innovative Ausstellung wird die Darstellungen von antiker griechischer und römischer Kunst des Mets aktivieren wie nie zuvor", sagte der österreichische Direktor Max Hollein. "Es ist wirklich eine Ausstellung, die Geschichte zum Leben erweckt, durch gründliche Recherche und wissenschaftliche Untersuchung, und die neue Informationen über Werke präsentiert, die seit langem in der Sammlung des Mets sind."

Seit rund 40 Jahren forscht der deutsche Archäologe Vinzenz Brinkmann, seit 2007 Leiter der Antikensammlung im Frankfurter Liebieghaus, gemeinsam mit seiner Frau Ulrike Koch-Brinkmann zur Farbigkeit antiker Skulpturen. Viele antike Werke, die später verblassten, waren - wie archäologische Funde und wissenschaftliche Untersuchungen zeigten - im Original bunt bemalt und hatten so eine ganz andere Wirkung auf ihre Betrachter.

Brinkmann und sein Team konnten unter anderem Farben wissenschaftlich rekonstruieren und Abgüsse mit Naturpigmenten bemalen, wie sie auch in der Antike verwendet wurden. Die Ausstellung im Metropolitan Museum sei "ein kulminierender Punkt in seinem Leben", sagte Brinkmann bei der Eröffnung der Ausstellung am Dienstag.

(S E R V I C E - www.metmuseum.org/exhibitions/listings/2022/chroma)

Quelle: Agenturen