Meat Loaf offenbar an Corona gestorben

21. Jan. 2022 · Lesedauer 4 min

Meat Loaf, legendär durch seine Auftritte in der "Rocky Horror Picture Show" und seinen Song "I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)" ist laut US-Medien an Corona verstorben.

Der Grammy-Gewinner wurde als Marvin Lee Aday in Dallas (Texas) geboren. Die Rocklegende ist am Donnerstag im Beisein seiner Frau Deborah gestorben, berichtet unter anderem das Branchenmagazin "Deadline". Er wurde 74 Jahre alt. Sein Agent teilte mit, dass sich seine Töchter Peal und Amanda sowie enge Freunde vor seinem Tod noch vom Sänger verabschieden konnten. Laut der Onlineplattform "TMZ" soll der Sänger an den Folgen seiner Corona-Erkrankung gestorben sein. Ob Meat Loaf gegen das Virus geimpft war, ist nicht bekannt.

"Dankbar für all die Liebe und Unterstützung"

Die Familie wandte sich mit einem Statement an die Fans: "Wir wissen, wie viel er so vielen von euch bedeutet hat und sind dankbar für all die Liebe und Unterstützung, während wir durch diese Zeit der Trauer nach dem Verlust dieses inspirierenden Künstlers und wunderbaren Menschen gehen." 

Mit "Bat Out of Hell" gelang Meat Loaf eines der bestverkauften Alben aller Zeiten. Legendär wurde er auch als Eddie in der "The Rocky Horror Picture Show". Meat Loafs Karriere erstreckte sich über sechs Jahrzehnte, in denen er weltweit über 100 Millionen Alben verkaufte habe und in über 65 Filmen mitwirkte, darunter auch "Fight Club" (1999) und "Wayne's World" (1992). In Österreich ist er auch für seinen Hit "I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)" aus dem Jahr 1993 bekannt. 

Im Alter von 20 Jahren begann die musikalische Karriere des Sängers mit der voluminösen Stimme, der auch eine Schauspielausbildung absolvierte. Er zog nach Los Angeles, sprach für Rollen in Musicals vor und sicherte sich Engagements in "Hair" und "The Rocky Horror Picture Show". Bei den Proben zu dem Musical "More Than You Deserve" traf er 1974 auf den Texter, Komponisten und Musikproduzenten Jim Steinman, mit dem er kurz darauf "Bat Out Of Hell" schuf.

Absturz nach Stimmverlust

Auf der folgenden Welttournee ruinierte sich der Rockkoloss seine vier Oktaven umfassende Stimme. Meat Loaf stürzte ab: Depressionen und eine Alkoholsucht setzten ihm zu. Seine Manager verklagten ihn, er war pleite und auch die Freundschaft zu Steinman ging in die Brüche. Die folgenden Platten waren wenig erfolgreich.

Doch Meat Loaf rappelte sich auf. Anfang der 90er-Jahre versöhnte er sich mit Steinman und produzierte mit ihm das zweite "Bat Out of Hell"-Album, das heute für eines der größten Comebacks der Musikgeschichte steht. Die erste Auskopplung "I'd Do Anything for Love (But I Won't Do That)" eroberte auch in Österreich die Charts - 16 Jahre nach seinem ersten internationalen Erfolg war er wieder ganz oben.

In seinen Songs geht es häufig um den siegreichen Kampf des Guten über das Böse. "Die Regel bei jeder meiner Platten, eigentlich die Regel meines ganzen Lebens war immer die gleiche", sagte Meat Loaf einmal in einem Interview. "Eines Tages werden wir zurückschauen - und lachen."

Stars nehmen Abschied

In sozialen Medien nahmen frühere Wegbegleiter des Sänges Abschied. US-Sängerin Cher erinnerte sich, sie habe "so viel Spaß" mit Meat Loaf bei den Aufnahmen zum Rocksong "Dead Ringer for Love" (1981) gehabt. "Bilde ich mir das nur ein oder sterben alle zwei Tage großartige Menschen in der Kulturwelt?", schrieb sie weiter. Der britische Sänger Boy George sendete "Liebe und Gebete an all seine Familie und engen Freunde".

"Im Gewölbe des Himmels wird Rock erschallen. Ruhe in Frieden", twitterte der britische Star-Komponist Andrew Lloyd Webber. "Grüß Jim von mir", hieß es weiter unter Verweis auf den US-Texter, Komponisten und Musikproduzenten Jim Steinman, der im vergangenen April gestorben war. Mit Steinman schuf Meat Loaf unter anderem sein Debütalbum und feierte einige seiner größten Erfolge.

Marianne LamplQuelle: Agenturen / Redaktion / lam