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LUM!X feat. Pia Maria setzen beim Song Contest aufs Publikum

09. Mai 2022 · Lesedauer 3 min

Morgen, Dienstag, wird es ernst für das österreichische Song-Contest-Duo LUM!X feat. Pia Maria. Kurz vor dem Juryfinale am heutigen Montag sprachen der 19-jährige Luca Michlmayr und die 18-jährige Pia Maria mit der APA über Druck als Power, Haarberge und Leute, die keine Ahnung von Musik haben.

APA: Bisher wirkt Ihr beide immer sehr entspannt, obwohl morgen ja das große Halbfinale ansteht. Seid Ihr Typen, die sich erst unter Druck so richtig warmlaufen?

Pia Maria: Um ehrlich zu sein: Ja.

LUM!X: Sonst wäre es ja auch langweilig! Ohne das geht es nicht.

APA: Die Wettbüros sehen Euch genau auf einem Wackelplatz. Beschäftigt Euch das?

LUM!X: Es bereitet uns schlaflose Nächte! (lacht) Im Ernst: Wir verfolgen die Theorie, dass Leute, die weder selbst Musik machen noch jemals auf einer Bühne gestanden sind, eigentlich keine Ahnung von Musik haben. Das ist keine Mathematik, sondern bei Musik geht es um Emotionen.

Pia Maria: Gerade bei Eurovision kann man das einfach nicht voraussagen. Es geht um den Moment, um Emotionen.

APA: Sie, LUM!X, haben wahrscheinlich die größte Fanbase aller heurigen Teilnehmer. Aber eine Fanbase, die wohl sonst nicht den ESC schaut. Haben Sie die versucht zu aktivieren in den vergangenen Tagen?

LUM!X: Wie immer über die Sozialen Medien. Und es klappt. Bei Spotify sind wir mittlerweile wieder bei über 100.000 Zugriffe am Tag. Das ist schon mal nicht schlecht. Und ich merke, dass, je näher das Halbfinale kommt, mehr Aufmerksamkeit auf uns fällt.

APA: Wie ist Ihr Eindruck von der Halle? Waren die Dimensionen so wie erwartet oder dann doch beeindruckender?

Pia Maria: Das Gefühl kann man sich gar nicht so richtig vorstellen. Da oben zu stehen, das Adrenalin im Körper - einfach mega!

APA: Es gab ja Probleme mit einem Bühnenelement, der "Sonne". Das betrifft Eure Performance aber nicht?

LUM!X: Da geht es um diese "Sonne", die nicht genügend Motoren hat, weshalb sie sich nicht drehen kann. Die Delegationen, die die eingeplant hatten, sind jetzt natürlich unter Zugzwang, aber das hatten wir eh nicht vor.

APA: Ihr setzt eher auf Haarpracht. Wie lange muss die Maske an Ihrer Frisur werkeln, Pia Maria?

Pia Maria: Mittlerweile brauchen sie so eine Stunde. Aber das Make-up mache ich mir selber.

APA: Heute, Montag, müsst Ihr für die Fachjurys singen, morgen entscheidet dann das Publikum im eigentlichen Halbfinale. Habt Ihr eine Einschätzung, wo Ihr besser ankommen werdet?

LUM!X: Wir haben einen Publikumssong, der auf Interaktion aufbaut. Einen Partysong kann man nicht ohne Leute feiern. Ich glaube, dass das unsere größte Power ist.

APA: Jetzt seid Ihr über eine Woche in Turin. Bekommt Ihr was von der Stimmung vor Ort mit?

LUM!X: Zum Beispiel hatten wir gestern beim Red Carpet zur Eröffnung und der Afterparty genügend Möglichkeit, auch mal andere Delegationen kennenzulernen oder mit denen zu reden, die man von den Prepartys schon kannte. Aber recht lang ist es nicht gegangen. Mit dem Großteil verstehen wir uns recht gut, und mit denen, mit denen wir nicht können, haben wir auch keine Interaktion...

APA: Ihr wollt klarerweise Nr. 1 werden. Aber wer wäre Euer Favorit auf Platz 2?

LUM!X: Sam Ryder aus Großbritannien zum Beispiel. Oder Spanien.

Pia Maria: Aber es ist schwer, denn es sind heuer echt viele Gute dabei!

APA: Wenn Ihr es morgen schafft: Wird dann Party gefeiert, oder geht es früh ab ins Bett?

Pia Maria: Diese Entscheidung treffen wir immer spontan!

(Das Gespräch führte Martin Fichter-Wöß/APA)

Quelle: Agenturen