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Kino war für Regisseur Sam Mendes eine "Zuflucht"

07. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Wer schwarz war oder unter einer psychischen Erkrankung litt, für den waren die 1980er-Jahre keine einfache Zeit. Das führt Regisseur und Drehbuchautor Sam Mendes ("1917") mit der Liebesgeschichte "Empire of Light" vor Augen. Genau wie für ihn selbst, der mit einer psychisch kranken Mutter aufwuchs, bietet das Kino für Außenseiter wie Hilary (Olivia Colman) und Stephen (Micheal Ward) eine Zuflucht. Der Film soll am 2. März in die österreichischen Kinos kommen.

Er sei als Einzelkind bei einer alleinerziehenden Mutter groß geworden, sagte Mendes bei einer Pressekonferenz. "Vieles, das ich mit ihr erlebt habe, spiegelt sich in Hilarys Geschichte im Film wieder." Als Kind in einem unsicheren Umfeld sei das Kino für ihn eine "Zuflucht" gewesen. In "Empire of Light" kommen sich Hilary, eine Frau mittleren Alters, die unter einer psychischen Krankheit leidet, und der junge Stephen, der dem Rassismus der Zeit ausgesetzt ist, vor der Kulisse des alten Empire Cinemas an der Küste Englands näher. Zum Cast gehören u.a. auch Colin Firth und Toby Jones.

Zwei Krisen - Hilarys innere und eine äußere, geprägt von "sozialer Ungerechtigkeit, hoher Arbeitslosigkeit und entsetzlicher Rassenpolitik" - würden den Film prägen und in der Beziehung der beiden Charaktere reflektiert werden, erklärte Mendes. "Ich bin froh, Teil dieser Geschichte sein zu dürfen", sagte Coleman und betonte das Sprechen über psychische Erkrankungen und die antirassistische Haltung des Films. "Die Ungerechtigkeit war real", kommentierte Ward. Gekennzeichnet werde "Empire of Light" auch von menschlicher Verbundenheit: "Zwei Charaktere sehen einander und passen aufeinander auf", so Colman, die anregte, es ihnen gleichzutun.

Quelle: Agenturen