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Intendant des Piccolo Teatro in Mailand tritt zurück

29. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Im 1947 von Giorgio Strehler gegründeten Piccolo Teatro in Mailand kommt es nach 22 Jahren zu einem Wechsel an der Spitze. Direktor Sergio Escobar bleibt nur noch bis zum 31. Juli im Amt, obwohl sein Mandat noch bis Ende September gelaufen wäre. Der Grund für diesen Schritt ist unklar.

Im 1947 von Giorgio Strehler gegründeten Piccolo Teatro in Mailand kommt es nach 22 Jahren zu einem Wechsel an der Spitze. Direktor Sergio Escobar bleibt nur noch bis zum 31. Juli im Amt, obwohl sein Mandat noch bis Ende September gelaufen wäre. Der Grund für diesen Schritt ist unklar.

Kulturminister Dario Franceschini dankte Escobar für die in diesen Jahren geleistete Arbeit. Er lobte das Piccolo als Theater, das in den vergangenen Jahren dank Innovation und Aufmerksamkeit für junge Talente eine internationale Dimension erlangen konnte.

Jetzt beginnt für den Aufsichtsrat des Theaters die Suche nach einem Nachfolger. Laut der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" gilt Carmelo Rifici, Direktor der Akademie des Piccolo und Leiter des Kunst- und Kulturzentrums LAC in Lugano, als möglicher Nachfolger Escobars. Auch Filippo Fonsatti, Leiter des Theaters Stabile von Turin, und Antonio Calbi, Direktor der Kulturstiftung Inda in der sizilianischen Stadt Syrakus, sind für die Nachfolge im Rennen.

Das Piccolo Theater wurde von Giorgio Strehler und Paolo Grassi in einem Mailänder Kino gegründet und am 14. Mai 1947 mit Maxim Gorkis "Nachtasyl" eröffnet. Dabei handelte es sich um das erste staatlich subventionierte Theater mit festem Ensemble. Heute gibt es in allen großen Städten Italiens halböffentliche wie private Teatri stabili, allerdings meist ohne feste Ensembles. Sie sind auf Koproduktionen oder auf das Tourneetheater angewiesen, um ihre Spielpläne zu füllen. Die Häuser werden nach einem Verteilschlüssel vom Kulturministerium finanziert.

Quelle: Agenturen