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Haftbefehl veröffentlichte neue Single "Syndrom Stockholm"

Heute, 07:50 · Lesedauer 2 min

Rapper Haftbefehl meldet sich mit seiner neuen Single "Syndrom Stockholm" zurück. In dem rund zweiminütigen Track rappt der 40-jährige Offenbacher über das Überleben im Straßenmilieu und Drogenkonsum. Das Musikvideo zum Song in gewohntem Haftbefehl-Stil mit brachialen Beats wurde am Donnerstagabend veröffentlicht.

Im Track heißt es zum Beispiel: "Blut klebt am Strohhalm, vom Koks-Kristall. Er liegt auf'm kalten Boden, Überdosis, Todesfall. Sozialamt, Mindestlohn, Gehalt, so werden wir im Hochhaus alt". In der Hook rappt Haftbefehl: "Ja, so wohnen wir am Block zwischen Hochhäusern, die Koksseuche bricht aus, was los Leute?".

Der Künstler litt selbst unter einer Drogenabhängigkeit, die ihn fast das Leben kostete. Thematisiert wird dies neben seinem Lebensweg in der 2025 erschienenen Netflix-Doku "Babo - Die Haftbefehl-Story", die zum Streaming-Hit wurde.

Mit dem Songtitel dürfte der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, auf das Stockholm-Syndrom als psychologisches Phänomen anspielen. Dabei entwickeln Opfer etwa von Geiselnahmen positive Gefühle ihren Tätern gegenüber. Haftbefehl deutet damit womöglich auf frühere Erfahrungen mit Drogen hin.

Produziert wurde der Track vom Duo Oddworld (Minhtendo und Alexis Troy). Erst im November hatte der Künstler mit den beiden seine erste rein türkische Single "Dünya Garip" (zu Deutsch: "Merkwürdige Welt") veröffentlicht. Haftbefehl ("069") gilt als einer der größten Stars der Deutschrap-Szene.

Zusammenfassung
  • Haftbefehl hat am Donnerstagabend seine neue Single "Syndrom Stockholm" samt Musikvideo veröffentlicht, in der er auf rund zwei Minuten über das Überleben im Straßenmilieu und Drogenkonsum rappt.
  • Der 40-jährige Offenbacher spricht in seinem Songtext offen Themen wie Drogenabhängigkeit, Überdosis und das Leben zwischen Hochhäusern an, etwa mit Zeilen wie "Blut klebt am Strohhalm, vom Koks-Kristall".
  • Der Songtitel verweist auf das Stockholm-Syndrom, während Haftbefehl, der 2025 in der Netflix-Doku "Babo - Die Haftbefehl-Story" seine eigene Drogenvergangenheit thematisierte, mit Oddworld (Minhtendo und Alexis Troy) zusammenarbeitete.