Götz Alsmann wird 65 und ist mittlerweile "sehr, sehr wählerisch"

12. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem Ende der Kultsendung "Zimmer frei" 2016 war für Götz Alsmann Schluss auf dem Bildschirm, auch wenn er immer wieder einmal über ein Fernsehcomeback verhandelt. So erzählt er es im Anzug, mit Krawatte und der ihm eigenen Haartolle. "Es gibt aber allen Grund, im Herbst meiner Karriere sehr wählerisch zu sein. Sehr, sehr wählerisch", so Alsmann vor seinem 65. Geburtstag, den er nun am Dienstag begeht, im dpa-Gespräch.

"Keiner erwartet, dass ich am Donnerstagabend eine politische Talkshow leite - natürlich geht es immer um Unterhaltung", ergänzt der deutsche Entertainer. Manches von den Ideen für eine neue Sendung klinge zunächst auch ganz gut "und später dann nicht mehr so gut". Auch wenn es nicht klappen sollte, an Ruhestand denkt Alsmann nicht. Dazu liebt er Musik und Unterhaltung viel zu sehr.

Beim 50. und 60. Geburtstag hatte Alsmann es krachen lassen. "Zwischendurch ist es schön, einen Geburtstag etwas größer zu feiern, aber manchmal steht dem ja auch der Tourneeplan im Weg". Was genau jetzt zum 65. passiert, da ist der Entertainer mit der Auskunft zurückhaltend: "Vielleicht denkt sich meine Frau eine Überraschung für mich aus."

Dabei liegen mit der Pandemie schwere Zeiten hinter Alsmann und seiner Band. "Corona hat keinem Musiker gut getan. Wir haben innerhalb der ersten zwei Jahre rund 180 Konzerte abgesagt. Im vergangenen Jahr haben wir dann aber doch noch 40 Mal spielen können. Das hatte wieder einen Hauch von Berufsmusikertum."

Warum die Liebe zu dieser Art von Musik? Zu Jazz und Schlagern aus Jahrzehnten, die lange zurück liegen? Das seien rein ästhetische Gründe. "Ich liebe den Klang des Klaviers, ich liebte das Prinzip der Jazzmusik. Swingende Rhythmik und die damit verwandten Stile, gut gemachte Arrangements.", erklärt Alsmann.

"Rockmusik hat mir eher Rätsel aufgegeben anstatt mich zu packen." Sein Sohn, ebenfalls Musiker, gehe aber in eine deutlich ruppigere Richtung, wie Alsmann es umschreibt. Nicht nur bei der Musik geht es Alsmann um Ästhetik und Stil. Auch in Sachen Kleidung. "Mode ist mir weniger wichtig als Stil. Mode ist das, was einem vorgesetzt wird. Stil ist das, was man sich selber aussucht."

Quelle: Agenturen