Gewinnerfilme des Dokumentarfilmfestivals ethnocineca gekürt

18. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Die fünf Gewinnerfilme des Internationalen Dokumentarfilmfestivals ethnocineca in Wien stehen fest. Das nachdenkliche und experimentelle Porträt "Uncomfortably Comfortable" der österreichischen Filmemacherin Maria Petschnig sicherte sich den "Austrian Documentary Award". Für ihren Film begleitete sie einen freiwilligen Obdachlosen in den USA über ein Jahr, wodurch eine "Allegorie auf das zeitgenössische Amerika und seine aktuelle Verortung" entstanden sei, so die Jury.

Der "International Documentary Award" ging an "Ostrov - Lost Island" von Svetlana Rodina und Laurent Stoop. Die Produktion aus der Schweiz und Russland fängt das entbehrungsreiche Leben der Bewohner der Insel Kaspov im Kaspischen Meer ein, wobei "subtil und nuanciert" über die paradoxe Natur populistischer Wirkungsweisen erzählt werde, so die Jury. Die dritte Langfilmkategorie - "Excellence in Visual Anthropology" - konnte der peruanische Film "Perpetual Person" von Javier Bellido Valdivia für sich entscheiden. Darin lenkt der Filmemacher den Blick auf seine Großmutter, die unter Demenz leidet und kreiert dabei eine "hypnotische Seherfahrung", heißt es in der Jurybegründung. Die drei Siegerfilme wurden mit je 1.000 Euro bedacht und sind am Donnerstag erneut im Kino De France in Wien zu sehen.

Die zwei Kurzfilmkategorien sind mit je 500 Euro dotiert. Der "International Shorts Award" ging an die niederländische Produktion "In Flow of Words" von Eliane Esther Bots, die sich mit der Rolle von Dolmetscherinnen und Dolmetschern beim Internationalen Strafgerichtshof befasst. Den "ethnocineca Students Shorts Award" sicherten sich Paul Scholten, Conrad Winkler und Matthäus Wörle für "Sealand", der das strapaziöse Leben von philippinischen Schiffsarbeitern einfängt.

(S E R V I C E - www.ethnocineca.at)

Quelle: Agenturen