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Geldstrafe für Kim Kardashian wegen Krypto-Schleichwerbung

03. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Die US-Börsenaufsicht SEC verurteilte Kim Kardashian zu einer Geldstrafe in der Höhe von umgerechnet 1,29 Millionen Euro für die Bewerbung eines Kryptowährungs-Produkts. Der Reality-TV-Star hatte nicht offen gelegt, dass sie für die Empfehlung 250.000 Dollar erhalten habe.

Verschwiegene Einnahmen bei der Bewerbung einer Digitalwährung kommen Kim Kardashian teuer zu stehen. Der Reality-Star zahlt bei einem Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC 1,26 Millionen Dollar (1,29 Millionen Euro) an Bußgeldern und Entschädigungen, wie die Behörde am Montag mitteilte. Die Aufseher werfen Kardashian vor, bei Instagram Tokens des Kryptowährungs-Unternehmens EtherumMax (EMAX) empfohlen zu haben, ohne offenzulegen, dass sie dafür im Gegenzug 250.000 Dollar erhielt.

Zweifelhafte Investment-Tipps von Promis

Die SEC warnt Anleger schon seit Jahren vor zweifelhaften Investment-Tipps von Promis mit hoher Reichweite im Internet - insbesondere bei hochspekulativen und häufig lasch regulierten Kryptoanlagen. 2018 hatte die US-Börsenaufsicht bereits Box-Star Floyd Mayweather und Hip-Hop-Produzent DJ Khaled hohe Geldstrafen aufgebrummt, weil sie auf ihren Social-Media-Kanälen unlautere bezahlte Promo-Aktionen für Geschäfte mit Digitalwährungen machten.

SEC-Vorstand Gary Gensler betont in der Aussendung, dass bei Werbungen von Prominenten für Krypto-Produkte Vorsicht gelte, da diese Produkte nicht für alle Investoren geeignet seien. Kardashian hätte bekannt geben müssen, dass sie für das Posting bezahlt wurde - mit der Zahlung der Strafe verpflichtete sich der Reality-Star in den nächsten drei Jahren keine Krypto-Produkte zu bewerben. Die SEC warnt davor, auf Basis von Empfehlungen von Influencer:innen und Prominenten zu investieren.

Quelle: Agenturen / Redaktion / frn