ORF/Ingo Pertramer

FM4-Moderator Martin Blumenau verstorben

30. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

FM4-Moderator Martin Blumenau ist tot. Der 60-Jährige war maßgeblich an der Gründung von FM4 im Jahre 1995 beteiligt. Als Moderator des "Zimmerservice" war Blumenau sowohl Ansprechpartner als auch Reibebaum der österreichischen Jugend.

Der Journalist und Hörfunkmoderator Martin Blumenau ist am Freitag, dem 30. Juli.2021, in Wien verstorben. Laut dem Radiosender FM4 verstarb er nach kurzer schwerer Krankheit.

"Martin Blumenau war über Jahrzehnte hinweg eine prägende Persönlichkeit bei FM4, bekannt für scharfe Analysen, die manchmal polarisiert haben. Er hat sie aber immer tiefgründig und leidenschaftlich und auf seine unverwechselbare Art vorgetragen. Wir werden ihn sehr vermissen", schrieb der Radiosender in seinem Nachruf.

Blumenau arbeitete seit den früher 19080er Jahren im Medienbereich, anfänglich bei diversen Jugend- und Musikzeitschriften, sowie "Kurier" und "Arbeiterzeitung". Im Jahr 1983 wechselte er dann ins Radio, arbeitete bei der "Ö3-Musicbox". Im Jahr 1992 wurde er verantwortlicher Redakteur bei der Ö3-Sendung "ZickZack".

Gründung von FM4

Blumenau war maßgeblich an der Gründung des Jugendsenders FM4 im Jahr 1995 beteiligt. Im Herbst 1994 hat er gemeinsam mit Angelika Lang und Mischa Zickler den FM4-Abend konzipiert, ebendort war er dann Redakteur und Producer, mit spezieller Verantwortlichkeit für Pressearbeit, Langzeitplanung und Positionspapiere.

Als Moderator der kontroversen Programme "Zimmerservice" und "Bonustrack" - als "Talkbox" im Sommer 1997 auch im TV zu sehen - war Blumenau sowohl Ansprechpartner als auch Reibebaum der österreichischen Jugend. Im Jahr Anfang 2000 wurde er zum Leiter von "T&C" (Traffic & Continuity), verantwortlich für interne Kommunikation und Koordination sowie Strategie und Hörerservice bei FM4. Seit 2004 saß Blumenau außerdem als fixes Mitglied in der Jury des Protestsongcontests.

Eigensperger: "Martin wird fehlen"

ORF-Radiodirektorin und FM4-Chefin Monika Eigensperger zeigt sich vom Tod Blumenaus betroffen. "Es gibt Menschen, die uns schon so lange begleiten, dass ihre plötzliche Abwesenheit nur langsam begreifbar sein wird. Das ist bei mir so, die ich Martin Blumenau vor 40 Jahre kennen und schätzen gelernt habe, und das wird bei vielen Hörerinnen und Hörern von Ö1, Ö3 und FM4 so sein", sagt Eigensperger. Sie würdigt seine Arbeit für den Radiosender FM4, den es ohne ihn nicht gegeben hätte. "Ohne ihn wird Radio in Österreich ein anderes sein", trauert die Radiomacherin.

Alexander Plank-BachseltenQuelle: Redaktion / apb