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Dietmar-Brehm-Werkschau mit "Punkt und Echo" in Linz

Heute, 11:26 · Lesedauer 2 min

Die oberösterreichische Landeskultur GmbH würdigt im Linzer Schlossmuseum in der umfassenden Ausstellung "Punkt und Echo" das unverkennbare Schaffen von Dietmar Brehm. Die Schau in einem der neuen White Cubes bringt 99 Werke der vergangenen fünf bis zehn Jahre und rund 100 Minuten Film in einer Black Box, wie Kuratorin Gabriele Spindler am Dienstag für die APA zusammenfasste.

Der Künstler ist einer der prägendsten Oberösterreichs, er blieb Linz stets treu, von seinen Anfängen über viele Jahre als Professor an der Kunstuni bis zum großen Kulturpreis des Landes 2020 für sein Lebenswerk. Der 79-Jährige lebt und arbeitet in der Innenstadt. Der Alfred-Kubin-Preis war mit ein Anlass für die Dienstagabend eröffnete Ausstellung. Diese will sich nicht retrospektiv verstehen. "Der künstlerische Impetus des Dietmar Brehm ist nach wie vor so stark, die schöpferische Dynamik beachtlich", dass Werke der vergangenen Dekade, viele auch nach 2020 entstanden, gezeigt werden, erklärte Spindler, "mit punktuellen Rückgriffen auf frühere Werke".

Prägnante Arbeiten in starken Farben, oft wie Codes wirkend, oft in Serien produziert, charakterisieren Brehms unverwechselbares Werk. Im Schlossmuseum liefern 36 dreireihig gehängte Quadrate aus einer noch umfangreicheren Serie ein ausdrucksstarkes Panoptikum an der Wand. Piktogramm und Comic, schwer fassbare Codierung und subtil geäußerte Kritik, die Assoziationen zu den Kleinformaten sind vielfältig und immer wieder neu. Mehrere Großformate sowie eine Serie aus Schädeln und Köpfen auf blauem Hintergrund vervollständigen die Ausstellung.

Eine eigens eingerichtete Black Box präsentiert das filmische Schaffen Brehms; Avantgardekino, das international früh Beachtung fand und mehrfach ausgezeichnet wurde. Die rund 100 Minuten umfassende Auswahl habe der Künstler selbst zusammengestellt. "Ein Querschnitt war uns wichtig", so Spindler. Brehm begann Mitte der 1970er-Jahre zu filmen, anfangs waren es Super-8-Filme, dann 16-mm-Filme, zuletzt Videoarbeiten. "Das Filmmuseum sammelt jeden Film", betonte Spindler. 2002 war ihm ebendort, im Österreichischen Filmmuseum in Wien, eine große Retrospektive über nahezu 30 Jahre Schaffen gewidmet.

(S E R V I C E - Dietmar Brehm "Punkt und Echo" Ausstellung im Linzer Schlossmuseum von 17. März bis 30. August, Di - So und Feiertag 10 bis 18 Uhr, Katalog zur Ausstellung in der OÖLKG, herausgegeben von Alfred Weidinger und Manfred Mandl-Kiblböck für die OÖ Landes-Kultur GmbH, Gabriele Spindler, 96 Seiten, 28 Euro, ISBN 978385474437-5; weitere Infos unter http://ooekultur.at)

Zusammenfassung
  • Im Linzer Schlossmuseum zeigt die Ausstellung 'Punkt und Echo' 99 Werke von Dietmar Brehm aus den letzten fünf bis zehn Jahren sowie rund 100 Minuten Film in einer eigens eingerichteten Black Box.
  • Der 79-jährige Künstler, der 2020 mit dem Kulturpreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet wurde, präsentiert damit vor allem aktuelle Arbeiten, viele davon nach 2020 entstanden, ergänzt um punktuelle Rückgriffe auf frühere Werke.
  • Die Ausstellung läuft vom 17. März bis 30. August und wird von einem 96-seitigen Katalog begleitet, der für 28 Euro erhältlich ist.