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"Corsage" trotz Causa Teichtmeister bei den BAFTAs nominiert

Trotz der Vorwürfe gegen Florian Teichtmeister findet sich "Corsage" in der Liste der Nominierungen für die BAFTA-Preise.

Die deutsche Verfilmung von Erich Maria Remarques Antikriegsklassiker "Im Westen nichts Neues" führt überraschend die Liste der Nominierungen für die BAFTA-Preise, der British Academy Film Awards, an. Das Werk mit dem Wiener Burgtheaterschauspieler Felix Kammerer in der Hauptrolle erhielt 14 Nennungen. Kammerer ist nicht unter den Nominierten. "Corsage" der österreichischen Regisseurin Marie Kreutzer ist als bester nicht englischsprachiger Film nominiert.

Zehntausende Dateien gefunden

Der mittlerweile vom Burgtheater entlassene Schauspieler Florian Teichtmeister, dem die Staatsanwaltschaft das Beschaffen und Horten von zehntausenden Dateien mit sexuellen Missbrauchsdarstellungen von Unmündigen und Minderjährigen vorwirft, spielt in "Corsage" Kaiser Franz Joseph. Manche Kinos nahmen den Film nach Bekanntwerden des Falls aus dem Programm. Am 24. Jänner entscheidet sich nach der BAFTA-Nominierung dann auch, ob es "Corsage" trotz der ausgebrochenen Causa Teichtmeister auch auf die Shortlist der letzten fünf Werke für den Auslandsoscar schafft.

"Corsage" matcht sich bei den BAFTAs mit "Argentinia, 1985" von Santiago Mitre, "Decision to Leave" von Park Chan-wook, "The Quiet Girl" von Colm Bairéad und "Im Westen nichts Neues". Auf je zehn Siegchancen kommen bei den BAFTAs die Männerfreundschaftsreflexion "The Banshees of Inisherin" und die Zeitebenenkomödie "Everything Everywhere All At Once". Die Verleihung findet heuer am 19. Februar in London statt.

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