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Cesár Sampson gibt neuer "Kulturgarage" den richtigen Biss

22. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Kaum hat die neue Wiener "Kulturgarage" in der Seestadt Aspern ihre Pforten geöffnet, fließt auch schon Blut. Denn als erste Produktion, die das im Erd- und Untergeschoß einer Parkgarage angesiedelte Kulturzentrum zu bieten hat, feiert das Musical "Dracula" nach Bram Stokers Buchvorlage am Donnerstag Premiere. Die Rolle des nach dem Saft des Lebens dürstenden Grafen spielt Österreichs Song-Contest-Starter aus 2018, Cesár Sampson.

Der 38-Jährige, der es auch ins Finale der vorjährigen Dancing-Stars-Staffel schaffte, gibt dabei sein Debüt als Musicaldarsteller. Neben einer Riege an Schauspielerinnen und Schauspieler ist auch ein Liveorchester in Kammergröße angekündigt. Regie in dem Stück von Frank Wildhorn, Don Black und Christopher Hampton führt Benedikt Karasek.

Er ist auch Mitglied der Kreativagentur Sipario, die der neuen Kulturgarage in der ersten Phase gewissermaßen Rückenwind verschaffen soll. Die Wiener Volkshochschulen, die den künstlerisch und preislich bewusst niederschwellig gehaltenen Standort betreiben, ist im Vorfeld an das Unternehmen herangetreten, um im Zuckerkandl-Saal die 70 Quadratmeter große Bühne mit Platz für 450 Zuschauerinnen und Zuschauer - die eigentliche Hochgarage bietet Raum für 537 Autos - zu bespielen. Intendanz gibt es nämlich keine.

"Dracula" ist nun die erste Produktion. Am 19. März feiert dann mit "Der kleine Horrorladen" das nächste Musical seine Premiere - gefolgt von "Jesus Christ Superstar" (8. April) und einer Bühnenfassung des österreichischen Kabarettfilmklassikers "Muttertag" (5. Mai). Insgesamt sind im laufenden Jahr 80 Spieltage vorgesehen. Daneben kann die Location auch für diverse Projekte von Konzerten über Lesungen bis zu Bällen oder Ausstellungen gemietet werden.

Offiziell eröffnet wurde die Kulturgarage in Gehweite der U2-Endstation "Seestadt" (Am-Ostrom-Park 18) bereits vor knapp zwei Wochen. Und am vergangenen Donnerstag wäre es erstmals auf der Bühne rundgegangen, wenn die A-cappella-Oper "Ohne August" des örtlichen Chors Vorpremiere hätte haben sollen. Der Termin sowie die Folgeaufführungen am Samstag mit der offiziellen Premiere und am Sonntag fielen kurzfristig allerdings dem Coronavirus zum Opfer. Jetzt heißt es also hoffen, dass es mit "Dracula" losgehen kann. Zwei Tage sind es immerhin noch hin.

(S E R V I C E - https://www.vhs.at/de/e/kulturgarage)

Quelle: Agenturen