APA/APA/AFP/ANDREAS SOLARO

Bulgari plant Akademie für Juwelierskunst und Museum in Rom

10. März 2026 · Lesedauer 2 min

Der römische Luxusjuwelier Bulgari plant die Eröffnung einer Akademie für hochwertige Juwelierskunst in Rom. Die Einrichtung im Stadtteil EUR soll sowohl eine Ausbildungsstätte für Kunsthandwerk als auch ein Museum umfassen. Das Gebäude liegt direkt neben dem monumentalen Palazzo della Civiltà Italiana, dem sogenannten Quadratischen Kolosseum, heute Sitz des Modehauses Fendi.

In der Akademie sollen ab 2028 junge Talente in der hochwertigen Schmuckherstellung ausgebildet werden. Für ein einzelnes Collier können laut Bulgari bis zu 2.300 Stunden handwerklicher Arbeit erforderlich sein. Neben Ausbildungsräumen sind auch Museumsflächen und öffentlich zugängliche Bereiche geplant. Die römische Stadtverwaltung unter Bürgermeister Roberto Gualtieri sieht im Projekt eine Chance, Rom als internationales Zentrum für hochwertiges Kunsthandwerk und Kreativität weiter zu stärken. Es wird zugleich als Beitrag zur Stadterneuerung gewertet.

Das "Quadratische Kolosseum", das Mussolini "Palast der Zivilisation der Arbeit" genannt hatte, will mit seinen 216 Bögen auf das berühmte Kolosseum Roms anspielen. Um das sechsstöckige Gebäude und in den Bögen in der unteren Etage stehen Marmorstatuen in typisch faschistischem Stil. Das Gebäude war 1940 von Mussolini eingeweiht worden. Fendi finanzierte die Restaurierung im Jahr 2013 und darf die 16.000 Quadratmeter des Gebäudes nutzen. Hier wurden die Büros, Lager und Ateliers des Modehauses untergebracht. Das EUR-Viertel (Esposizione Universale di Roma) im Süden Roms ist ein Stadtteil, der ab 1938 für eine nie stattgefundene Weltausstellung errichtet worden war.

Zusammenfassung
  • Bulgari eröffnet ab 2028 im römischen Stadtteil EUR eine Akademie für hochwertige Juwelierskunst, die sowohl Ausbildungsstätte als auch Museum sein wird.
  • Für ein Collier sind laut Bulgari bis zu 2.300 Stunden Handarbeit nötig, und die Akademie soll junge Talente in der Schmuckherstellung fördern.
  • Die Stadtverwaltung sieht das Projekt als Chance, Rom als internationales Zentrum für Kunsthandwerk zu stärken und wertet es zugleich als Beitrag zur Stadterneuerung.