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Bregenz und Lindau wollen sich als Kulturhauptstadt bewerben

Heute, 14:39 · Lesedauer 2 min

Bregenz und die bayrische Stadt Lindau wollen sich gemeinsam als Europäische Kulturhauptstadt bewerben. Den Beschluss zur Interessenbekundung für eine Bewerbung haben die Bregenzer Stadtvertretung und der Stadtrat Lindau in einer Sitzung am Donnerstag in der Inselhalle Lindau gefasst, teilte die Stadt Bregenz am Freitag mit. Die Interessensbekundung beziehe sich auf mögliche Bewerbungsjahre ab 2035 und stelle eine strategische Option für die Zukunft dar.

Mit dem Beschluss knüpfe man an die Auszeichnung mit dem Europäischen Kulturpreis 2021 an. "Zu einem späteren Zeitpunkt kann dieser Ansatz weiter konkretisiert und vertiefend geprüft werden", hieß es. Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) ortete großes Potenzial in der Partnerschaft. Gemeinsam könne man zukunftsorientierte Impulse setzen und nachhaltig Mehrwert für die Bodenseeregion schaffen.

Die Lindauer Oberbürgermeisterin Claudia Alfons betonte: "Mit dem heutigen Beschluss öffnen wir eine Tür für die Zukunft." Es handle sich um eine Vision über mehrere Legislaturperioden. "Dieser Schritt zeigt, dass wir an den europäischen Gedanken glauben und davon überzeugt sind, dass Lindau und Bregenz auch langfristig als Kulturstädte fortbestehen", so die Oberbürgermeisterin. Einer Gemeinschaft über Grenzen hinweg tue es gut, ein gemeinsames Ziel zu haben.

Die beiden benachbarten Städte am Bodensee arbeiten seit Jahren eng grenzüberschreitend zusammen. Ziel der Kooperation sei es, kulturelle Teilhabe zu stärken, Identität zu fördern und Kultur als zentralen Bestandteil von Bildung für alle Generationen weiterzuentwickeln. Mit der Städtekooperation LIBRE werde diese Zusammenarbeit seit 2023 vertieft. Im Fokus stünden dabei die Themen Kultur, Mobilität und Bau, Klimaschutz und Stadtentwicklung sowie Stadtmarketing und Wirtschaft.

Zusammenfassung
  • Bregenz und Lindau haben beschlossen, sich gemeinsam ab 2035 als Europäische Kulturhauptstadt zu bewerben und sehen dies als strategische Zukunftsoption.
  • Die Entscheidung wurde am Donnerstag in der Inselhalle Lindau getroffen und knüpft an den Europäischen Kulturpreis 2021 an.
  • Seit 2023 vertiefen beide Städte ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Städtekooperation LIBRE, mit Fokus auf Kultur, Mobilität, Klimaschutz und Stadtentwicklung.