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Ars Electronica startet mit Europahymne in Gebärdensprache

Heute, 03:01 · Lesedauer 3 min

Die Europahymne in Gebärdensprache wird das diesjährige Ars Electronica Festival eröffnen, das sich heuer die Frage "PANIC - yes/no" stellt und von 3. bis 7. September die PostCity am Bahnhof und weitere Locations in Linz bespielt. Das Opening im bzw. vor dem Mariendom hat bereits Tradition, der Eintritt zu diesem musikalischen Festivalauftakt am Mittwochabend ist frei.

Zum Start um 19.30 Uhr interpretieren am Domplatz gehörlose Musikerinnen und Musiker des inklusiven Kinder- und Jugendchors White Hands Chorus Nippon gemeinsam mit der japanischen Sopranistin Erika Colon, dem Gebärdenchor der Linzer Pfarrgemeinde Urfahr-St. Josef und der Company of Music unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger die Ode "An die Freude". Damit will man das 30-jährige Jubiläum der österreichischen EU-Mitgliedschaft würdigen. Mitsingen und Mitgebärden ist ausdrücklich erwünscht.

Ab ca. 21 Uhr bringt dann im Inneren des Doms das Ensemble Motus Percussion erste Proben aus der Linzer Klangwolke "Urban Pulse", die am Samstag über dem Donaupark schweben wird, zu Gehör. Ein weiteres Highlight des Abends sind Ausschnitte aus dem Projekt Walzersymphonie, das vom Ars Electronica Futurelab in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Universität Mozarteum Salzburg, der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule für Musik und Theater München im Auftrag des Festjahres Johann Strauss 2025 Wien umgesetzt wurde. Studierende interpretieren das Werk des Komponisten neu, ihre Kompositionen wurden mithilfe eines vom Ars Electronica Futurelab entwickelten KI-Systems geschaffen. Die Ergebnisse präsentiert das Bruckner Orchester Linz unter Leitung von Ingmar Beck.

Ebenfalls im Mariendom zu erleben ist das Projekt Organism von Navid Navab und Garnet Willis, den Gewinnern der Goldenen Nica in der Kategorie Digital Musics & Sound Art. Sie haben eine historische Orgel durch Robotik so modifiziert, dass sie mithilfe aerodynamischer Prozesse eigenständig Klänge erzeugt.

Pre-Opening-Walk am Dienstag

Besonders Neugierige können bereits am Dienstagnachmittag und -abend bei einem Pre-Opening Walk erste Einblicke ins Programm erhaschen. Im Oberösterreichischen Kunstverein (15.30 Uhr), im Francisco Carolinum (16 Uhr), im Lentos Kunstmuseum Linz (17.30 Uhr), an der Kunstuniversität Linz (19 Uhr), im Atelierhaus Salzamt (20.15 Uhr), im Ars Electronica Center (21 Uhr) und in der Stadtwerkstatt (23 Uhr) teasern Kuratorinnen und Kuratoren ihre Ausstellungen und Programme. Im Deep Space des Ars Electronica Centers mixen die Pianistin Maki Namekawa und der Medienkünstler Cori O'Lan Musik von Philip Glass und Visualisierungen zu ihrer "Pianographique". Auch beim Pre-Opening Walk ist der Eintritt frei.

Zusammenfassung
  • Das Ars Electronica Festival findet vom 3. bis 7. September in Linz statt und startet am 4. September um 19:30 Uhr mit der Europahymne in Gebärdensprache vor dem Mariendom, wobei der Eintritt frei ist.
  • Die Eröffnung würdigt das 30-jährige Jubiläum der österreichischen EU-Mitgliedschaft und wird von gehörlosen Musikerinnen und Musikern, der japanischen Sopranistin Erika Colon sowie Chören aus Linz gestaltet.
  • Bereits am 2. September können Besucherinnen und Besucher beim Pre-Opening Walk ab 15:30 Uhr erste Einblicke in Ausstellungen und Programmpunkte an sieben Linzer Kunstorten erhalten.