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Ars Electronica Festival 2026 in der Linzer Innenstadt

Heute, 12:13 · Lesedauer 3 min

Alles neu heißt es für die Ars Electronica 2026 in Linz. Das Festival, das von 9. bis 13. September stattfindet, ist heuer in den Jahresschwerpunkt des Ars Electronica Centers (AEC) "Zukunft beginnt" eingebunden. Nachdem die PostCity, das Postverteilzentrum neben dem Hauptbahnhof, nicht mehr als Veranstaltungsort zur Verfügung steht, wandert das Festival in die Innenstadt an mehr als 30 Locations. Es werde "ein neues Kapitel aufgeschlagen", so Festivalleiterin Veronika Liebl.

Die drei großen Hubs sind das Offene Kulturhaus (OK) mit der Landeskultur GmbH als neuem Projektpartner, der MedCampus der Johannes Kepler Uni (JKU) und das "Danube Triangle" mit AEC, Kunstmuseum Lentos und Kunstuni. Infopoints gebe es an allen drei Hubs, sagte Liebl am Montag in einem Pressegespräch. Vom OK aus werden alle geführten Rundgänge starten, wie der Parcours durch die Hauptausstellung. Dieser kuratierte Stadtrundgang führt zu den Ausstellungsorten in Kirchen, Schulen und in ein Krankenhaus bis zum Francisco Carolinum. Auf dem MedCampus "treffen Medizin, Technologie und Kunst", aufeinander. Denn es brauche auch für die Wissenschaft "Mut Neues zu denken", unterstrich die Vizerektorin für Medizin der JKU, Elgin Drda, die Bedeutung der Kooperation mit dem Festival.

Der größte Hub, das "Danube Triangle" entlang der Donau, hat Ausstellungen, Konferenzen, Vorträge und Performances auf dem Programm. Dadurch, dass die Kunstuni heuer erstmals auch Platz für das Festivalteam biete, werden laut Kunstunirektorin Brigitte Hütter die beiden Brückenkopf-Gebäude ganz besonders "eine offene Experimentierzone für alle".

Für das AEC ist heuer zudem ein besonderes Jahr: Es feiert sein 30-jähriges Bestehen, wozu es sich den Schwerpunkt "Zukunft beginnt jetzt" gesetzt hat. Es werde dieses Jubiläum nicht bloß als eine "Reminiszenz" an 30 Jahre digitale Revolution sehen, sondern es blicke voraus, meinte AEC-Leiter Gerfried Stocker mit Blick auf das Jahresthema. Zukunft interpretiere sein Haus nämlich "nicht als Zeitraum sondern als Möglichkeitsraum". Das gelte auch für das fünftägige Festival im September, weshalb es mit dem Untertitel "Negotiating Humanity" ergänzt wurde. Dabei soll es "um eine Standortbestimmung" und die Frage gehen, was es heute bedeute, Mensch zu sein.

Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) unterstrichen die Bedeutung des AEC für Linz, hole es doch die Zukunft ins Jetzt. "Future Begins" sei daher "Ausdruck eines Selbstverständnisses, das Linz seit drei Jahrzehnten mitprägt", so Mayerhofer. Und Prammer meinte: "Zwischen Spiel und Reflexion" entstehe "ein gemeinsamer Horizont, der ermutige, die "Zukunft aktiv zu gestalten".

(S E R V I C E - https://ars.electronica.art/ )

Zusammenfassung
  • Das Ars Electronica Festival 2026 findet vom 9. bis 13. September an über 30 Orten in der Linzer Innenstadt statt, nachdem die PostCity als Veranstaltungsort wegfällt.
  • Drei große Hubs – das Offene Kulturhaus, der MedCampus der JKU und das 'Danube Triangle' mit AEC, Lentos und Kunstuni – strukturieren das Festival und bieten Ausstellungen, Vorträge sowie geführte Rundgänge.
  • Das AEC feiert sein 30-jähriges Bestehen und stellt das Festival unter das Motto 'Zukunft beginnt jetzt', mit dem Untertitel 'Negotiating Humanity', der die Frage nach dem Menschsein in den Mittelpunkt rückt.