APA - Austria Presse Agentur

"Archiv der Zeitgenossen" widmet sich Julian Schutting

23. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Das Kremser "Archiv der Zeitgenossen" will künftig den Literaturbereich verstärkt in den Fokus rücken. Einen Schwerpunkt bildet 2022 der 85. Geburtstag von Autor und Vorlassgeber Julian Schutting, wurde in einer Aussendung betont. Die Sammlung künstlerischer Vor- und Nachlässe an der Donau-Universität wird seit November von Helmut Neundlinger geleitet, der in dieser Funktion Christine Rigler nachfolgte.

Neundlinger war seit 2014 am Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften der Universität für Weiterbildung Krems tätig. Dort betreute er den Sammlungsbereich Literatur der Landessammlungen NÖ.

Anlässlich des Ehrentages von Schutting wird in der Literaturedition Niederösterreich ein Band mit szenisch-dramatischen Werken erscheinen, der im Rahmen einer Kooperation mit dem Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich präsentiert wird. Das Archiv wird sich außerdem verstärkt bei KOOP-LITERA Österreich, einem Netzwerk von Institutionen, die künstlerische Vor- und Nachlässe aufarbeiten, einbringen. "Die Forschungsleistung wird in Publikationen über Filmemacher Peter Patzak sowie über den Komponisten Kurt Schwertsik einfließen", wurde festgehalten.

Neben bereits bestehenden Partnerschaften wie mit dem Institut für Musikwissenschaft an der Universität Siegen sollen Zusammenarbeiten mit weiteren Forschungseinrichtungen angebahnt werden, wurde angekündigt. Genannt wurden die Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und das Institut für Musikwissenschaft an der Universität Wien.

Ein Augenmerk des Archivs gilt weiter auch der Musik. Ende diesen Jahres wird ein Projekt mit dem Namen Cerha Online starten. Es macht u.a. mehr als 20.000 Seiten handschriftlicher Partituren, Skizzen, Librettos und Bearbeitungen des Komponisten Friedrich Cerha der Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle: Agenturen