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17. Architekturbiennale: Kuratoren passen Konzept an

19. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Die gestern, Montag, bekannt gegebene Verschiebung der 17. Architekturbiennale auf das kommende Jahr (22. Mai bis 21. November 2021) hat auch Auswirkungen auf das Konzept des österreichischen Pavillons. Die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer wollen ihren Beitrag "Platform Austria" in Hinblick auf die geänderten Umstände über die nächsten Monate hinweg adaptieren.

Die gestern, Montag, bekannt gegebene Verschiebung der 17. Architekturbiennale auf das kommende Jahr (22. Mai bis 21. November 2021) hat auch Auswirkungen auf das Konzept des österreichischen Pavillons. Die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer wollen ihren Beitrag "Platform Austria" in Hinblick auf die geänderten Umstände über die nächsten Monate hinweg adaptieren.

Damit wollen sie "einen möglichst breiten und fokussierten Zugang zur Debatte über das Thema Plattform-Urbanismus gewährleisten", wie es in einem Statement heißt. "Das Thema Plattform-Urbanismus bezeichnet eines der brisantesten Diskussionsfelder der Architektur. Digitale Plattformen wie Facebook, Google oder Amazon dringen immer stärker in sämtliche Bereiche unseres Lebens ein und beginnen alte Ordnungen und Strukturen aufzulösen", so die Kuratoren. Mit "Platform Austria" wolle man die Frage nach der damit verbundenen Entwicklung unserer Städte stellen und den Pavillon selbst zu einer Plattform der aktiven Auseinandersetzung mit den Potenzialen der Zukunft und deren Architektur machen.

Im Zuge der Vorarbeiten werde die Verschränkung der Ausstellung im Pavillon mit den verschiedenen Onlinekanälen noch stärker ins Zentrum rücken. "Das ursprüngliche Ausstellungskonzept hatte stark auf die politische Kraft von physischer Präsenz gesetzt. Platform Austria wollte ein Ort des Zusammenkommens sein. Gerade diese Möglichkeiten hat die COVID-19-Pandemie beschnitten", erklären Mörtenböck und Mooshammer. Das adaptierte Ausstellungskonzept werde "die Wirkmacht von Bildern und Zeichen aufgreifen, um auf diese Weise kommunikative Präsenz zu erzeugen und dringend notwendige Diskussionen bereits jetzt führen zu können".

"Wir begrüßen die Entscheidung der Biennale-Organisation zur Verschiebung der Veranstaltung auf 2021. Dies ist eine wichtige Weichenstellung, die es erlauben wird, den österreichischen Beitrag in einer Art und Weise zu realisieren, die dem Stellenwert der Biennale als weltweit wichtigste Architekturausstellung gerecht wird. Wir hoffen, dass damit die Ausstellung von einem größeren Publikum und unter angenehmeren Umständen erfahren werden kann."

Quelle: Agenturen