Gerry Frank

Walther-Rode-Preis an PULS 24-Anchorwoman Alexandra Wachter

08. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

PULS 24-Anchorwoman Alexandra Wachter wird vom Medienhaus Wien mit dem "Walther Rode-Preis" für ihre "sozial engagierte und zu Politik stets kritisch-distanzierte qualitätvolle Arbeit als Interviewerin und Moderatorin" ausgezeichnet.

Das Medienhaus Wien zeichnet PULS 24-Anchorwoman Alexandra Wachter mit dem Walther Rode-Preis 2021 für ihre "insgesamt couragierte und sozial engagierte Arbeit" aus, begründen MHW-Geschäftsführer Andy Kaltenbrunner und Daniela Kraus vom Presseclub Concordia die Jury-Entscheidung: "Wachters exzellent vorbereitete und mit Hirn, Selbstvertrauen und Hartnäckigkeit geführten Interviews ermöglichen den Blick hinter die message control." Die Journalistin habe sich zudem als Vorsitzende des "Frauennetzwerks Medien" immer wieder ermutigend und wirksam für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung eingesetzt.  

Interview mit Sebastian Kurz

Hervorgehoben wird vom Medienhaus besonders ein Interview mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Juli 2020. Als Wachter beim "Interview auf Beantwortung ihrer Fragen insistiert und dem Regierungschef ein thematisch passendes Zitat aus der deutschen "Zeit" vorhielt, verliert der sonst meist kontrollierte Regierungschef die Contenance", heißt es in der Aussendung. "Aber Sie haben ja ein eigenes Hirn", entglitt es damals Kurz. "Das hat sie. Alexandra Wachter hat sich damit einen Namen als zu jeweils Mächtigen kritisch-distanzierte und sachlich wohl vorbereitete Interviewerin gemacht", schreibt das Medienhaus weiter.

Walther Rode-Preis

Der von der Forschungsgesellschaft Medienhaus Wien mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 14. Oktober mit wissenschaftlich begründeter Laudation verliehen. Der Preis steht für "qualitätvolle und vom tagespolitischen Opportunismus unbeeinflusste Haltung im Journalismus" im Andenken an den österreichischen Rechtsanwalt und Publizisten Walther Rode (1876-1934), dem ab 1928 ein weiteres Arbeiten in Österreich unmöglich war und dessen Bücher und Schriften im Faschismus verboten wurden. Die Jury bilden die Medienhaus Wien-GründungsgesellschafterInnen (Andy Kaltenbrunner, Matthias Karmasin, Daniela Kraus, Alfred J. Noll, Astrid Zimmermann) und das Medienhaus Wien Forschungsteam. PreisträgerInnen waren zuletzt 2020 Standard-Datenjournalist Michael Matzenberger, 2019 das "ORF-Ibiza-Team" Tobias Pötzelsberger, Simone Stribl, Patrick Swanson und Michael Westhoff, sowie 2018 Michael Pammesberger (Kurier).  

Quelle: Redaktion / moe