APA - Austria Presse Agentur

Zwei Soldaten in Hagenbrunn positiv auf Covid-19 getestet

22. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Im Logistikzentrum Hagenbrunn der Post sind nach Angaben des Bundesheeres vom Freitag zwei Soldaten positiv auf Covid-19 getestet worden. Beide hätten keine Symptome aufgewiesen. Sie befinden sich laut ABC-Abwehrzentrum Korneuburg ebenso wie neun Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. "Die in Hausquarantäne befindlichen Soldaten wurden durch Soldaten der Streitkräftebasis ersetzt", hieß es.

Im Logistikzentrum Hagenbrunn der Post sind nach Angaben des Bundesheeres vom Freitag zwei Soldaten positiv auf Covid-19 getestet worden. Beide hätten keine Symptome aufgewiesen. Sie befinden sich laut ABC-Abwehrzentrum Korneuburg ebenso wie neun Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. "Die in Hausquarantäne befindlichen Soldaten wurden durch Soldaten der Streitkräftebasis ersetzt", hieß es.

Im Logistikzentrum war im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg eine Stichprobentestung der seit dem vergangenen Wochenende eingesetzten Angehörigen des Bundesheeres durchgeführt worden. Soldaten des ABC-Abwehrzentrums hätten sofort nach Bekanntgabe der Ergebnisse eine außerplanmäßige Desinfektion der Arbeitsbereiche in Hagenbrunn durchgeführt.

"Die Arbeiten im Postverteilerzentrum werden planmäßig fortgesetzt", teilte das ABC-Abwehrzentrum mit. Die Gesundheitsbehörde beabsichtige, in der kommenden Woche alle in Hagenbrunn eingesetzten Soldaten und Bediensteten auf Covid-19 zu testen.

Indes riefen SPÖ, FPÖ und die Gewerkschaft die Regierung rund um den "Post-Skandal" zum Handeln auf. "Der Post-Skandal ist unverzüglich aufzuarbeiten", forderte die SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher. Asylwerber seien von der Post unter Zuhilfenahme von privaten Sub-Firmen systematisch als Scheinselbstständige ausgenutzt worden, hieß es seitens der SPÖ. Bei den ungeeigneten Arbeits- und Transportbedingungen dieser Arbeitskräfte sei eine rasche Verbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen absehbar gewesen.

"Ich hoffe, dass Herr Kurz wenigstens im Nachhinein dem Geschäftsführer der Post, Herrn Pölzl, klar kommunizieren kann, dass derartige gefährliche Beschäftigungsverhältnisse nicht akzeptabel sind", erklärte Ruth Becher, die den Kanzler im Nationalrat unter anderem zu möglichen Umgehungskonstruktionen geltender Arbeitsverbote und dem Arbeitsinspektorat befragen will.

Auch die FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch forderte eine lückenlose Aufklärung. Denn das Post-Management habe "ein inakzeptables Fehlverhalten an den Tag gelegt", das die Gesundheit zahlreicher Österreicher gefährdet habe.

Vorwürfe der mangelnden Hygienemaßnahme von Arbeitnehmervertretern wies Pölzl zurück. Zur Infektion mit dem Virus gebe es nur in zwei von 15 Verteilerzentren eine Häufung, so Pölzl. Die Infektionsketten müssten die Gesundheitsbehörden nachvollziehen.

Auch dass das Problem mit der Beschäftigung von Zeitarbeitern zusammenhänge, wie dies ebenso Arbeitnehmervertreter etwa von der GPA-djp thematisierten, tat der Post-Chef ab. In der Post seien nur zwei bis drei Prozent der Beschäftigten von Zeitarbeitsfirmen, die "strenge Verträge" mit der Post hätten, bereitgestellt. In den Verteilzentren seien es zehn bis 15 Prozent. Bei Prüfungen der Finanzpolizei Ende 2019 und dieser Tage sei es zu keinen Beanstandungen gekommen, so Pölzl.

Quelle: Agenturen