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Zugsunglück in Ägypten forderte Tote und viele Verletzte

30. Aug. 2025 · Lesedauer 1 min

In Ägypten sind bei einem schweren Zugsunglück mindestens drei Menschen getötet und rund 100 weitere verletzt worden. Das Gesundheitsministerium erklärte, der Zug sei auf der Strecke zwischen Alexandria und der Provinz Marsa Matrouh weiter westlich am Mittelmeer entgleist.

Die staatliche Eisenbahnbehörde erklärte, zwei von insgesamt sieben Waggons seien umgekippt. Ägyptische Nachrichtenseiten zeigten Fotos der beiden Waggons in einem Graben. Berichten zufolge kam es wegen einer Absenkung entlang der Gleise zu dem Unglück.

30 Krankenwagen waren nach offiziellen Angaben im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Das Ministerium sprach von einem "tragischen Unfall".

Ägypten verfügt über eines der ältesten Eisenbahnnetze Afrikas und des Nahen Ostens mit einer Gleisanlage über rund 10.000 Kilometer. Das Netz ist aber vernachlässigt: Der Zustand von Zügen und Gleisen ist oft schlecht und dringend notwendige Sanierungsarbeiten wurden lange verschleppt. Als Ursache bei nicht seltenen Unglücken wird teils auch die mangelhafte Ausbildung von Zugpersonal genannt.

Eines der schwersten Zugsunglücke in Ägypten ereignete sich 2002. Damals kamen beim Brand eines Zugs mehr als 360 Menschen ums Leben.

Zusammenfassung
  • Bei einem Zugsunglück auf der Strecke zwischen Alexandria und Marsa Matrouh in Ägypten sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und rund 100 weitere verletzt worden.
  • Zwei von insgesamt sieben Waggons entgleisten und kippten um, laut Berichten wurde das Unglück durch eine Absenkung der Gleise verursacht.
  • 30 Krankenwagen waren im Einsatz, während das ägyptische Eisenbahnnetz mit rund 10.000 Kilometern als eines der ältesten, aber auch als marode gilt.