APA - Austria Presse Agentur

Zu viele Frauen in Führungspositionen: Paris muss Strafe zahlen

15. Dez 2020 · Lesedauer 1 min

Bürgermeisterin Hidalgo nennt ausgesprochene Strafe in Höhe von 90.000 Euro "absurd".

Die Stadt Paris muss eine Strafe von 90.000 Euro wegen Diskriminierung bezahlen - weil sie zu viele Frauen auf Führungspositionen beschäftigt. Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach am Dienstag von einer "absurden" Entscheidung, die sich auf die Ausschreibung von 16 Leitungspositionen vor zwei Jahren bezieht. Davon seien "elf an Frauen und nur fünf an Männer" gegangen, spottete die sozialistische Politikerin.

47 Prozent Frauenanteil in den Führungspositionen

Das Ministerium für öffentliche Verwaltung beruft sich bei der Strafe auf eine Vorschrift, wonach solche Posten zu mindestens 40 Prozent von Angehörigen eines Geschlechts sein müssen. Bei der Pariser Ausschreibung gingen 69 Prozent der Posten an Frauen und nur 31 Prozent an Männer. Insgesamt beträgt der Frauenanteil in den Führungspositionen der Stadt Paris 47 Prozent.

Hidalgo sagte, dass sie insgeheim "Freude" über den Bußgeldbescheid empfinde. Sie werde den Scheck zusammen mit ihren Stellvertreterinnen und anderen Frauen in Führungspositionen persönlich überreichen.

Gleichwohl sieht sich den Bescheid des Ministeriums als "unverantwortlichen, gefährlichen" Schritt. "Um eines Tages die Parität zu erreichen, müssen wir aufs Tempo drücken, damit mehr Frauen als Männer ernannt werden", betonte sie.

Quelle: Agenturen / moe