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Zahl der aktiven Corona-Infektionen auf 3.105 gestiegen

24. Aug 2020 · Lesedauer 3 min

Mit 242 Neuinfektionen, die Österreich am Montag gemeldet worden sind, gelten jetzt 3.105 Personen als aktiv mit dem Virus infiziert. Zuletzt gab es im April mehr 3.000 Infizierte. Nach über 1,1 Millionen Test mit dem heutigen Tag stellte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) unter anderem einen Trend zu immer jüngeren Betroffenen und auch zu mehr Menschen ohne Symptome fest.

Mit 242 Neuinfektionen, die Österreich am Montag gemeldet worden sind, gelten jetzt 3.105 Personen als aktiv mit dem Virus infiziert. Zuletzt gab es im April mehr 3.000 Infizierte. Nach über 1,1 Millionen Test mit dem heutigen Tag stellte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) unter anderem einen Trend zu immer jüngeren Betroffenen und auch zu mehr Menschen ohne Symptome fest.

"Es zeigt sich eine weitere Verstärkung des Trends zu immer mehr Positivtests aus dem unmittelbaren Kontaktumfeld von Infizierten (K1)", hieß es in einer Aussendung. Während die Zahl der Erkrankten in Spitalsbehandlung auf Normalstationen um 19 auf 135 Patienten gestiegen ist, blieb die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen mit 23 weiterhin stabil. "Weiterhin sehen wir in Österreich viele kleinere Cluster, unter anderem im Bereich von Familien und privaten Feiern. Reiserückkehrende mit Infektionen stellen noch immer einen erheblichen Anteil dar, scheinen jedoch in ersten Bundesländern leicht zurückzugehen", so Anschober.

Die Lage in Wien unterscheidet sich von den restlichen Bundesländern dahin gehend, dass in den vergangenen Wochen fast regelmäßig rund 50 Prozent der Neuerkrankungen in der Bundeshauptstadt registriert worden sind. Dies sei einerseits durch die Strategie bei den Tests zu erklären, aber auch durch Reiserückkehrer aus Kroatien: So werden Kontaktpersonen generell systematisch untersucht, dadurch ergeben sich meist höhere Infektionszahlen. In Wien wird betont, dass man die asymptomatischen Fälle dadurch entdecke - die in anderen Bundesländern zum Teil unentdeckt bleiben. Aktuell ist die Zahl der Infizierten innerhalb von 24 Stunden um 96 gestiegen.

Wien warnte jedoch, dass Urlauber, die aus Kroatien nach Österreich zurückgekehrt sind, hier das Coronavirus massiv verbreiten könnten. In der vergangenen Woche nahmen laut Wiener Krisenstab insgesamt 4.696 Kroatien-Reiserückkehrer das kostenlose Testangebot beim Ernst-Happel-Stadion in Anspruch. Von diesen sind bereits 4.107 Befunde ausgewertet: 4.036 negativ, 71 positiv. Das Ergebnis von 589 Befunden steht noch aus. Die Fälle, so hieß es, wären ohne die Teststraße nicht entdeckt worden, da sie asymptomatisch seien.

Damit ergibt sich laut den Angaben aus Wien bei den Kroatien-Urlaubern eine Prävalenz von über 1,7 Prozent. Das sei rund 13 Mal höher als die für Österreich von der Statistik Austria angenommene Prävalenz (0,15 Prozent, Anm.) von symptomfreien Positiven in Österreich.

Aus Niederösterreich wurden am Montag zwei positive Fälle in einem Wr. Neustädter Fitnessstudio bekannt: Zwei Männer, die in einem dort trainiert hatten, sind positiv auf Corona getestet worden. 717 Personen wurden infolge seitens des Landessanitätsstabs zu einem Test aufgerufen worden. "Derzeit besteht eine enorme Herausforderung für die regionalen Gesundheitsbehörden, die regionalen Gesundheits-Cluster einzudämmen. Sie machen diese derzeit entscheidende Arbeit mit großem Engagement und hoher Kompetenz", stellte Anschober fest. Europaweit seien teilweise deutliche Zuwächse bei den Infektionszahlen zu sehen, "vor allem in Spanien, Frankreich, aber auch z.B. in Kroatien und dem Kosovo", sagte Anschober.

Quelle: Agenturen