Würgeattacke auf Ex-Freundin: Frau filmt Angriff
Der Angreifer und das Opfer kennen sich seit 2019 und waren einige Zeit lang ein Paar. Als der Mann vor etwa drei Jahren in Haft kam, ging die Beziehung auseinander und die beiden hatten keinen Kontakt mehr. Die Frau, eine Rumänin, verließ das Land. Kürzlich kehrte sie aber zurück, weil sie gegen einen - anderen - Ex-Freund vor Gericht als Zeugin und Opfer aussagen muss, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Wels.
Nach ihrer Rückkehr nach Oberösterreich kam es am Montagabend zu dem verhängnisvollen Treffen mit dem 56-Jährigen, der seit Kurzem wieder in Freiheit war. Der Mann soll die Frau bedroht und gewürgt haben. Ein unbeteiligter Zeuge ging dazwischen. Als die Polizei kam, gebärdete sich der 56-Jährige nach wie vor sehr aggressiv. In der Wohnung fanden die Beamten auch einen Schlagring und Nunchakus (eine traditionelle japanische Würgewaffe, Anm.).
Der 56-Jährige wurde festgenommen. Bei seiner Vernehmung drohte er vor den Polizeibeamten noch einmal, die 29-Jährige umzubringen. Der Mann wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Untersuchungshaft wurde beantragt.
(S E R V I C E - In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133 sowie in Oberösterreich beim Autonomen Frauenzentrum - Frauennotruf OÖ unter 0732/602200.)
Zusammenfassung
- Ein 56-jähriger Mann mit zehn Vorstrafen hat am Montagabend im Bezirk Vöcklabruck seine 29-jährige Ex-Freundin gewürgt und bedroht, wobei die Frau den Angriff per Video dokumentierte.
- Der Täter war erst im November aus dem Gefängnis entlassen worden und verhielt sich auch bei der Festnahme weiterhin aggressiv; in seiner Wohnung wurden ein Schlagring und Nunchakus sichergestellt.
- Nach erneuten Morddrohungen gegen das Opfer wurde der Mann in die Justizanstalt Wels eingeliefert und Untersuchungshaft beantragt.
