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Wiener Pensionistenwohnhäuser richten Plauder-Platzl ein

Mai 01, 2020 · Lesedauer 2 min

Auch in den Wiener Pensionistenwohnhäusern ist der Besuch von Bewohnerinnen und Bewohnern ab Montag wieder erlaubt - wenn auch nicht ganz ohne Einschränkungen. Für die Treffen werden darum eigene "Plauder-Platzl" eingerichtet, wie Gabriele Graumann, die Geschäftsführerin des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, der APA erläuterte.

Die Begegnungsstätten werden vor allem im Aufenthaltsbereich beim Foyer zu finden sein, also an jenen Orten, die auch vor den Virusmaßnahmen als Treffpunkte fungierten. Die Situation dort wird jedoch den aktuellen Erfordernissen angepasst. Vor allem wird auf den Abstand zwischen den Tischen geachtet.

Plexiglasscheiben wird es jedoch nicht geben, denn: Auch Berührungen, also vor allem das Streicheln der Hände, soll möglich sein, betonte Graumann. Umarmungen sollen jedoch unterlassen werden. Auch würden die Tische geschmückt. Wer Kaffee und Kuchen wünscht, muss ebenfalls nicht darauf verzichten. Sie werden serviert - von Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern, die Mundschutz tragen werden.

Sollte der Andrang besonders groß sein, besteht auch die Möglichkeit, die in den Häusern vorhandenen Säle als Plauder-Platzl zu nutzen, hieß es. Auch im Garten darf man sich treffen. Dort dürfen sogar zwei Besucher mit dabei sein, während in den Innenbereichen jeweils nur ein Gast erlaubt ist.

Ein Besuch auf den Zimmern ist nicht möglich. Und auch positiv getestete Menschen oder Verdachtsfälle dürfen keine Angehörigen oder Freunde empfangen. Derzeit gibt es laut Graumann acht positive Bewohner in den Häusern. Ausnahmen gibt es, so wie bisher schon, aber etwa für die Begleitung sterbender Menschen.

Die genauen Vorgaben für die Öffnung der Wohn- und Pflegeeinrichtungen sind nun auch in einem vom Fonds Soziales Wien verschickten Leitfaden dargelegt worden. Besuche müssen jedenfalls vereinbart werden, heißt es darin. Kinder unter sechs Jahren haben keinen Zutritt. Auch regelmäßiges Händewaschen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird empfohlen.

Quelle: Agenturen