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Wiener Firma konzipierte aufblasbare Mondstation

01. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Wie große Hügel mit Riesenspiegeln: so könnte eine Raumstation auf dem Mond womöglich aussehen. Ein entsprechendes Bild zu einer Studie hat die in Paris sitzende europäische Raumfahrtagentur ESA am Donnerstag veröffentlicht. Die teils eingegrabenen aufblasbaren Ringelemente sollen der Idee zufolge Gewächshäuser enthalten, die durch Tunnel miteinander verbunden sind. Das Konzept stammt von dem auf aufblasbare Architektur spezialisierten Wiener Unternehmen Pneumocell.

Große bewegliche Spiegel sollen das Sonnenlicht in Krater leiten. Von dort solle es mit Hilfe weiterer Spiegel in die Gewächshäuser weitergeben werden. Auch Arbeits- und Wohnbereiche aus zweilagiger, aufblasbarer Folie sind vorgesehen. Die Habitate sollen dem Konzept zufolge zum Schutz vor Strahlung und Mikrometeoriten unter vier bis fünf Meter Regolith vergraben werden.

Die Pneumocell-Studie ist nicht der erste Vorschlag für eine Mondstation, die der ESA vorgelegt wird. Ex-ESA-Chef Jan Wörner hatte mit seiner Vision des sogenannten "Moon Village", einer Art gemeinsamen Basis auf dem Mond, international geworben. Mit dem "Artemis"-Programm der US-Raumfahrtbehörde NASA ist eine Art Raumstation auf dem Mond nun anvisiert. In ferner Zukunft soll sie auch als Basis für bemannte Flüge zum Mars dienen.

In den vergangenen Jahren hat Pneumocell verschiedene aufblasbare Pavillons realisiert und verschiedene Architektur-Studien veröffentlicht.

(SERVICE - Internet: https://pneumocell.com/; )

Quelle: Agenturen